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Architektur und Adaptierung des 21er Haus


Der Planungsauftrag wurde im Oktober 2007 von der Burghauptmannschaft Österreich im Anschluss an einen Wettbewerb an Architekt Adolf Krischanitz, einen Schüler Karl Schwanzers, vergeben.

Auffallend ist vor allem der faszinierende flächen- und landschaftsgenerierende Charakter des Gebäudes, das nicht zuletzt durch die angrenzenden Freiraumareale des Schweizer Gartens an Stärke gewinnt.
Hauptaugenmerk ist die städtebauliche Komponente. Die früher mangelhafte Präsenz an der Arsenalstraße wurde durch ein dem Gebäude vorgelagertes und um eine Geschoßhöhe abgesenktes Atrium aufgehoben. Fassade und Zugangsbrücke determinieren damit einen Zwischenraum, der die landschaftliche Fassung des Bauwerks nachhaltig beeinflusst. Das Freilegen des Untergeschosses und damit die konsequente Fortsetzung der bestehenden Topologie bewirken eine gezielte Umwertung und Neubestimmung des tradierten Ortes.
In der Breite des Vorhofs wurde dem 21er Haus nebenan ein sechsgeschossiger Turm beigestellt. Die Fassade des Neubaus ist ein Zitat des bestehenden Rasters in der Hülle des 21er Hauses.

Das Gebäude selbst ist seine Monofunktion enthoben, zugunsten eines offenen Museumsbaus. Das Obergeschoss bleibt dabei als vollklimatisierte Ausstellungsfläche unterschiedlich bespielbar. Die Wechselausstellungsflächen im Erdgeschoss zeichnen sich vor allem durch das Raumerlebnis der monumentalen Mittelhalle und die Sicht auf den Schweizer Garten aus. Das sich ebenso in den Freiraum entfaltende Untergeschoss ist der Unterbringung der Bestände der Fritz Wotruba Privatstiftung gewidmet. Des Weiteren wurden hier ein Café-Restaurant mit Gastgarten, ein Skulpturenpark, Garderoben, ein Kinderatelier, Depotflächen - auch für die Artothek des Bundes - und die haustechnischen Anlagen eingerichtet.

Insgesamt gilt als übergeordnetes Ziel, das als eines der Sinnbilder kultureller Entwicklung der Nachkriegszeit bekannt gewordene Bauwerk in seiner besonderen und charakteristischen Erscheinungsform zu bewahren. Hier geht es nicht um Material, nicht um den manifesten Baukörper an sich, sondern vielmehr um den Raum, der durch die Hülle des 21er Hauses generiert wird. Diese Qualität gilt es zu erhalten, denn nur in einem Milieu der Leichtigkeit und Luftigkeit kann Kunst atmen.


„Draußen scheint die Sonne. Man betritt das Haus, und dieses Betreten hat eine unglaubliche Eleganz. Hier geht es nicht um Material, hier geht es nicht um den manifesten Baukörper an sich, hier geht es vielmehr um den Raum, der durch die Hülle des 20er Hauses generiert wird. Diese Qualität gilt es zu erhalten, denn nur in einem Milieu der Leichtigkeit und Luftigkeit kann Kunst artgerecht atmen.“ - Adolf Krischanitz
Spatenstich
Bauphase 1
Bauphase 2