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Projektarchiv

Nötscher Kreis

Nötscher Kreis

Auf Initiative des Bundesministeriums für Bildung, Wissenschaft und Kultur wurde von 1999 bis 2004 ein Forschungsprojekt über die Künstler des Nötscher Kreises durchgeführt.

Im Zuge dieses Projekts wurden alle erreichbaren Werke der Künstler des Nötscher Kreises erfasst, umfassend wissenschaftlich dokumentiert und in einer Bilddatenbank zur Verfügung gestellt. Das Projekt stellt eine verlässliche Basis für künftige wissenschaftliche Bearbeitung und Würdigung dar.

Zum Nötscher Kreis

Vier Maler bildeten den so genannten Nötscher Kreis

Franz Wiegele (1887-1944) und Sebastian Isepp (1884-1954) wurden im Dorf Nötsch im Kärntner Gailtal geboren. Anton Kolig (1886-1950) und Anton Mahringer (1902-1974) ließen sich, aus Mähren bzw. Deutschland kommend, dort nieder.

Diese Maler vertraten das Prinzip der raumschaffenden Farbe auf jeweils individuelle Weise und leisteten damit einen hervorragenden und Einfluss gebenden Beitrag zum kunsthistorischen Phänomen eines eigenständigen österreichischen Expressionismus.

Der Nötscher Kreis gehört somit zu den bedeutendsten Künstlergruppen Österreichs zwischen den beiden Weltkriegen und gestaltet das Bild der österreichischen Malerei der 1. Hälfte des 20. Jahrhunderts entscheidend mit. Seine Bedeutung beschränkt sich nicht nur auf den lokalen Kärntner Raum, sondern ist vielmehr in einem überregionalen Kontext zu sehen. Die rege Reisetätigkeit der Künstler und ihre komplexen Beziehungen zu zahlreichen Intellektuellen ihrer/jener Zeit sind von besonderem kulturhistorischem Interesse.