Konstantin Akinsha ist Kunsthistoriker, Kurator und Kulturjournalist. 2013 schloss er sein Doktoratsstudium an der Universität von Edinburgh ab. Zu den Auszeichnungen, die er bisher für seine journalistische Arbeit erhalten hat, zählen der George-Polk-Gedenkpreis für Kulturberichterstattung (1991), der Clarion Award für Kulturjournalismus (2009) und der Preis für hervorragende Leistungen im Journalismus der Society of Silurians (2009). Der Schwerpunkt seines Forschungsinteresses liegt auf der russischen Kunst des ausgehenden 19. und der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts.
Der Fokus des Forschungsvorhabens von Konstantin Akinsha richtet sich auf den interessierten Blick führender Wiener Künstler und Kritiker vor über hundert Jahren auf die russische Kunstszene sowie dessen Erwiderung. Der ukrainische Kurator konzentriert sich auf den Zeitraum zwischen 1900 und 1908 – als Paris das unangefochtene Zentrum der Kunstwelt war. In Wien wurden in diesen Jahren auf Initiative der Secession russische Künstler wie Mikhail Vrubel, Valentin Serov und Boris Kustodiev, dessen Gemälde Familienbild (1905) im Jahr 1908 für die Sammlung des heutigen Belvedere erworben wurde, gezeigt und bekannt gemacht. Die Ausstellungen der Secession mit heimischen Größen wie Klimt wurden wiederum in russischen Kunstmagazinen besprochen, etwa von Leo Trotzki, der sich damals im Wiener Exil befand. Die Entwicklung, den Umfang und die Intensität dieser gegenseitigen Rezeption zu erhellen, ist das formulierte Forschungsziel des ukrainischen Kurators während seiner Residency.
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