Archiv


João Ribas | JUNI BIS AUGUST 2014

João Ribas ist stellvertretender Direktor und Chefkurator des Serralves Museum für zeitgenössische Kunst in Porto, Portugal. Zuvor hatte er eine Position als Kurator am MIT List Visual Arts Center (2009-2013) und am The Drawing Center in New York (2007-2009) inne. Ribas erhielt vier Jahre in Folge (2008-2011) den AICA Ausstellungspreis und ist Preisträger des Emily Hall Tremaine Ausstellungspreises (2010).
 
Kürzlich von ihm kuratierte Ausstellungen wie in the Holocene (MIT) drehen sich um Kunst, Wissenschaft und Spekulation, zudem beschäftigte er sich in Ausstellungen mit den Werken von Chris Marker, Amalia Pica, Joachim Koester, Akram Zaatari, The Otolith Group, Otto Piene, Frances Stark, Cheyney Thompson, Manon de Boer, Unica Zurn, Rirkrit Tiravanija, Matt Mullican und Frederick Kiesler.
 
Er publizierte in zahlreichen Magazinen wie dem Artforum, Mousse und Art in America, zudem lieferte er Beiträge für zahlreiche Kataloge und Bücher, wie Contemporary Art: From 1989 to the Present (Wiley-Blackwell, 2013) und Realism Materialism Art (Sternberg/CCS Bard, Veröffentlichung bevorstehend). Als Gastprofessor war er weltweit an rennomierten Institutionen wie der Yale Universität, der Rhode Island School of Design (RISD) und der School of Visual Arts, New York tätig.


Cristina Ricupero | SEPTEMBER 2013, FEBRUAR BIS APRIL 2014

Cristina Ricupero (Italien/Brasilien) lebt als freie Kuratorin und Kunstkritikerin in Paris. Ihre weltweite Kuratorinnentätigkeit spiegelt ein besonderes Interesse an sozialen Fragen wider, ihre Ausstellungen zeichnen sich durch eine narrative Grundstruktur aus, wie etwa die Projekte Social Hackers (Centre d’édition contemporaine, Genf, 2001), Fundamentalisms of the New Order (Kunsthal Charlottenborg, 2002), Populism (Contemporary Art Centre, Vilnius; The National Museum of Art, Architecture and Design, Oslo; Stedelijk Museum, Amsterdam; und Frankfurter Kunstverein, 2005), Dance in My Experience (Kunstverein Düsseldorf, 2009) und erst kürzlich Geheimgesellschaften (Schirn Kunsthalle Frankfurt und CAPC de Bordeaux, 2011/12). Für die Ursula Blickle Stiftung in Deutschland hat sie gemeinsam mit dem Künstler Fabian Marti die Gruppenausstellung Cosmic Laughter – timewave zero, then what? (2012) kuratiert. Zu ihren jüngsten Projekten zählt Suspicious Minds in der Galeria Vermelho, Sao Paulo, Brasilien (2013) – ein Vorspiel zu The Crime Was Almost Perfect im Witte de With in Rotterdam (Januar bis April 2014).
Cristina Ricupero war auch häufig als Vortragende zu Gast an zahlreichen Kunstakademien in Europa, zum Beispiel an der Fakultät für Kunst und Architektur an der NTNU in Trondheim, Norwegen, und an der Kunstuniversität Linz, Österreich. Beiträge von ihr erscheinen regelmäßig im Frieze Magazine.
 
Im September 2013, während des ersten Abschnitts ihres Aufenthalts, forschte Ricupero intensiv für ihre Ausstellung The Crime Was Almost Perfect und nutzte dabei spezifische Wiener Einrichtungen wie das Sigmund Freud Museum und das Kriminalmuseum. Als Nachbereitung der Schau plant Ricupero für den zweiten Teil ihrer Residency ein Expertengespräch zu dem Projekt. 


Julia moritz | Oktober bis November 2013

Julia Moritz ist Kunsthistorikerin und Kuratorin und war zuletzt Leiterin der Abteilung für „Vielleicht Vermittlung und andere Programme“ der dOCUMENTA (13). Zuvor war sie an der Universität Lüneburg tätig, wo sie für die Ausstellungs- und Veranstaltungsprojekte im Kunstraum der Universität verantwortlich und in den kulturwissenschaftlichen Lehrbetrieb eingebunden war. Im Rahmen postgradualer Studienprogramme in Wien, New York und Bilbao verfasste sie ihre Dissertation zu Fragen institutioneller Bedingungen im Kunstbetrieb. Freie Projekte dieser Zeit umfassen die Gruppenausstellung "Kritische Komplizenschaft" (mit Lisa Mazza) in Wien, Ljubljana und Bozen. Zuvor arbeitete sie in den kuratorischen Teams von Großausstellungen wie der Manifesta 7 in Südtirol und dem Deutschen Pavillon auf der 52. Biennale von Venedig. Ein gemeinsam mit Nicolaus Schafhausen veröffentlichter Band, "Die Frage des Tages" (2007), gibt Einblick in Moritz‘ langfristige dialogische Befragungen.

Im Jänner 2014 hielt Julia Moritz unter dem Titel Looking Good at Belvedere einen Vortrag im Research Center, den sie im Zuge ihrer Residency entwickelt hat. Der Vortrag beschäftigte sich mit dem Verhältnis von Kunstzeigen und -bergen in Museen im Allgemeinen und im Belvedere im Speziellen.


Josh Siegel | Juni 2013

Von Mitte bis Ende Juni wird Josh Siegel, Kurator des Museum of Modern Art in New York (MoMA), dem Belvedere im Rahmen des Curator in Residence-Programms einen Kurzbesuch abstatten. Siegel arbeitet seit 1993 am MoMA und ist Associate Curator am Department of Film. Seine Expertise im Bereich des cinematografischen Schaffens präsentierte Siegel in zahlreichen Ausstellungsprojekten, die im Feld der Erforschung und Präsentation künstlerischen Films neue Akzente setzten, darunter eine umfassende Retrospektive zu Jacques Tati oder die ebenso groß angelegte Schau Spike Jonze: The First 80 Years (beide 2009). Für das Blickle Kino im 21er Haus wird Josh Siegel während seines Aufenthalts ein special screening programmieren.

 


Konstantin Akinsha | Februar bis April 2013

Konstantin Akinsha ist Kunsthistoriker, Kurator und Kulturjournalist. 2013 schloss er sein Doktoratsstudium an der Universität von Edinburgh ab. Zu den Auszeichnungen, die er bisher für seine journalistische Arbeit erhalten hat, zählen der George-Polk-Gedenkpreis für Kulturberichterstattung (1991), der Clarion Award für Kulturjournalismus (2009) und der Preis für hervorragende Leistungen im Journalismus der Society of Silurians (2009). Der Schwerpunkt seines Forschungsinteresses liegt auf der russischen Kunst des ausgehenden 19. und der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts.

CIR-Projekt
Der Fokus des Forschungsvorhabens von Konstantin Akinsha richtet sich auf den interessierten Blick führender Wiener Künstler und Kritiker vor über hundert Jahren auf die russische Kunstszene sowie dessen Erwiderung. Der ukrainische Kurator konzentriert sich auf den Zeitraum zwischen 1900 und 1908 – als Paris das unangefochtene Zentrum der Kunstwelt war. In Wien wurden in diesen Jahren auf Initiative der Secession russische Künstler wie Mikhail Vrubel, Valentin Serov und Boris Kustodiev, dessen Gemälde Familienbild (1905) im Jahr 1908 für die Sammlung des heutigen Belvedere erworben wurde, gezeigt und bekannt gemacht. Die Ausstellungen der Secession mit heimischen Größen wie Klimt wurden wiederum in russischen Kunstmagazinen besprochen, etwa von Leo Trotzki, der sich damals im Wiener Exil befand. Die Entwicklung, den Umfang und die Intensität dieser gegenseitigen Rezeption zu erhellen, ist das formulierte Forschungsziel des ukrainischen Kurators während seiner Residency.
 

 


Helena Pereña | September 2012 bis Jänner 2013


Dr. Helena Pereña studierte Kunstgeschichte und Philosophie in Madrid und München. 2009 wurde sie mit einer Arbeit über Egon Schiele promoviert. Von 2006 bis 2009 war sie am Max Beckmann Archiv tätig. Als wissenschaftliche Mitarbeiterin und Kuratorin an der Städtischen Galerie im Lenbachhaus hat sie bis 2012 bei zahlreichen Ausstellungen zur Kunst des 19. und 20. Jahrhunderts gewirkt. Zuletzt kuratierte sie die Ausstellung Egon Schiele – Das unrettbare Ich im Kunstbau. Zahlreiche Publikationen zur Moderne.


CIR-Projekt

Die Ankaufskommission der Modernen Galerie – das heutige Belvedere – gab 1906 ein Gemälde bei Albin Egger-Lienz in Auftrag, das innerhalb von zwei Jahren fertig gestellt werden sollte. Pünktlich zum 60-jährigen Jubiläum des Kaisers und kurz vor der 100. Jahresfeier der Tiroler Befreiungskriege lieferte Egger-Lienz den Totentanz von Anno Neun, die erste erhaltene Fassung eines Motivs, mit dem er sich zwischen 1906 und 1921 häufig beschäftigte. Das Gemälde spielt in seinem Werk eine herausragende Rolle, nicht nur weil hier der Künstler zum ersten Mal die monumentale Formsprache erreichte, nach der er lange gesucht hatte, sondern auch weil er den Krieg als eines seiner Lebensthemen entdeckte – jenseits des konkreten historischen Rahmens.
Der Totentanz vereinigt aber auch alle Widersprüche, die mit Egger-Lienz in Verbindung gebracht werden. Seit seiner Entstehung wurde das Bild bis heute genauso als Pazifismus-Manifest wie als Verherrlichung des Heldentodes gelesen. Wie aber lassen sich solche konträren Sichtweisen bildimmanent festmachen? Solche Fragen bilden den Ausgangspunkt für die Ausstellung im Belvedere, bei der sowohl die konkreten Entstehungszusammenhänge als auch die Wirkungsgeschichte des Totentanzes im Fokus stehen.


MARTHA KIRSZENBAUM | JUNI BIS JULY 2011, AUGUST 2012

Martha Kirszenbaum ist Kuratorin und Schriftstellerin und lebt in Los Angeles und Paris. Sie war im MoMA, New York (2006-2007), im Centre Georges Pompidou, Paris (2007) und als Forschungsassistentin im New Museum in New York tätig (2008-2010). Zudem hatte sie 2010 eine Stelle als Curator in Residence am Center for Contemporary Art in Warschau inne.

Kirszenbaum organisierte eigenständig Ausstellungen, Projekte und Screenings in den USA, Europa und Nordafrika (2012 auf der Biennale in Marrakesch). Vor Kurzem entwickelte sie ein kollaboratives Ausstellungsprojekt mit dem Palais de Tokyo und Los Angeles Contemporary Exhibitions. Kirszenbaum schreibt regelmäßig für Kaleidoscope und Flash Art, und hält Seminare zur kuratorischen Praxis an der Université Paris und Parsons, Paris. Derzeit ist sie Direktorin und Kuratorin von Fahrenheit, einem neuen Ausstellungsraum und zugleich Residency-Programm in Los Angeles. Zudem ist sie als stellvertretende Kuratorin an La Kunsthalle Mulhouse in Frankreich tätig.

Während ihrer Residency arbeitete Martha Kirszenbaum an einer im Herbst 2012 realisierten “Intervention” mit Lisa Oppenheim und Agnieszka Polska.

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