Als erste österreichische Museumsdirektorin nimmt Agnes Husslein-Arco eine aktive Rolle in der Provenienzforschung ein: „Wir sind sehr daran interessiert, vergangene Ungerechtigkeiten und Versäumnisse auszuräumen.“
Seit 1998 führen die MitarbeiterInnen des Archivs die Provenienzforschung des Belvedere durch. Das Belvedere hat dem Kunstrückgabebeirat des Bildungsministeriums seit 1999 75 Provenienzdossiers vorgelegt, die insgesamt 140 Bilder und Skulpturen betreffen. Der Bogen spannt sich dabei von einer gotischen Tafel des Meisters der Veitslegende über Hauptwerke der österreichischen und deutschen Malerei des 19. Jahrhunderts von Waldmüller, Romako oder Feuerbach bis hin zur Wiener Kunst der Jahrhundertwende von Klimt oder Schiele (Restitutionen seit 1999).
Grundsätzlich untersucht die Provenienzforschung des Belvedere aber sämtliche Kunstwerke, die das Haus seit März 1938 erworben hat und die vor 1938 entstanden sind. Dieser etwa 5000 Gemälde, Skulpturen und Grafiken umfassende Bestand wurde in eine museumsinterne Datenbank übertragen, die nunmehr objektbezogen die Nachvollziehung von Archiv- und Literaturrecherchen sowie die Klassifizierung der überprüften Werke nach den Kategorien "unbedenklich", "bedenklich" und "offen" ermöglicht (Details zur Provenienzdatenbank).
Ein Ende der Provenienzforschung ist derzeit nicht absehbar.
| Kontakt |
|---|
|
Eingang:
Mitarbeiterinnen:
Kommission für Provenienzforschung:
|