KREATIVER WIDERSTAND - aus Kunstwerken Sprache gewinnen

Wir wollen SchülerInnen ermutigen, ihrer Kritik an unserer Gesellschaft Sprache zu verleihen. Was regt auf, was ärgert, was verletzt? Und warum? Oft stellt es eine große Herausforderung dar, den eigenen Widerstand gegen Fehlentwicklungen in adäquate Worte zu fassen. Die sprachliche Ausdrucksfähigkeit in Kombination mit  bildnerischem Arbeiten steht im Vordergrund.


Projektteam
Karoline Eberhardt, Ina Halper und Monika Weber: Konzept, Recherche und Durchführung
Brigitte Hauptner: Projektleitung und Konzept

ORG Hegelgasse 14, 1010 Wien (5. Klasse,  Stephan Engelhardt)
Die SchülerInnen - im Alter zwischen 14 und 17 Jahren -  sprechen neben Deutsch und Englisch auch noch folgende Sprachen: Serbisch, Kroatisch, Kurdisch, Türkisch, Punjabi, Albanisch, Arabisch, Bangla, Chinesisch und Persisch. Im April und Mai 2013 fanden insgesamt 6, meistens 2 - 4-stündige Treffen statt.


Projektpartner
Andreas Duscha : Künstler und Kunstvermittler im 21er Haus
Andreas Wolf: Journalist, Gestalter und Moderator bei Ö1 – der Kultursender
Helmut Chlebecek : Programmierer , digitale Medienwerkstatt


Projektverlauf
Am Beginn der Zusammenarbeit stand ein gemeinsamer, sensibilisierender Blick auf Kunst: Wir stellten Werke aus den Sammlungen des Oberen Belvedere und der zeitgenössischen Kunst des 21er Haus vor, die sich mit Geschichte, Ursachen und Hintergründen sozialer Ungerechtigkeiten in Vergangenheit und Gegenwart beschäftigen. Davon ausgehend wählten die SchülerInnen in Kleingruppen jeweils ihr Thema zur Bearbeitung. Genaues Hinsehen und detaillierte Beschreibungen des Gesehenen waren dabei ebenso gefragt, wie die kritische Reflexion der eigenen Wahrnehmung aus heutiger Sicht.

Zur Unterstützung luden wir einen Künstler und einen Journalisten ein. Die Jugendlichen konnten frei agieren und ihre persönliche Ausdrucksform von Kritik und Widerstand entwickeln. Fotogramme – das heißt direkte Belichtung von lichtempfindlichem Fotopapier -, figurative und abstrakte Plastiken aus Ton, ausdrucksstarke Widerstandsplakate und Textcollagen entstanden im Atelier (Studio 21), Fotos und Videos entstanden in der Freizeit. In Kleingruppen wurden eigene  Proteststrategien erarbeitet, Anliegen auf das Wesentliche aussagekräftig reduziert und sprachlich auf den Punkt gebracht. Medial attraktive Botschaften wurden nach gängigen Vorbildern aus Politik, Werbung und Marketing entwickelt. Konkret ging es den Jugendlichen um Widerstand gegen Nationalsozialismus, Rassismus, Ungerechtigkeiten, Vorurteile und Diktaturen. Schüler und Schülerinnen mit Migrationshintergrund ließen auch politische und gesellschaftliche Erfahrungen aus ihren Herkunftsländern in das Projekt einfließen.

Für die meisten Schüler und Schülerinnen gehören digitale Medien zum täglichen Leben. Oft stehen aber gerade diese im Widerspruch zu einem Museumsbesuch und der Beschäftigung mit bildender Kunst. In unserem Projekt waren die Jugendlichen aber ausdrücklich zur Benutzung von Mobile Devices aufgefordert, was ihren Interessen naturgemäß sehr entgegenkommt.

Während der letzten Projektphase konnten die SchülerInnen schließlich nach einer kurzen technischen Einführung alle zu ihrem Widerstandsthema gesammelten Fotos, Videos, kreativen Arbeiten und Diskussionsergebnisse in Form einer digitalen Collage auf die eigens für unser Projekt entwickelte Internet-Plattform coller.me hochladen.

Bei der Abschlussveranstaltung präsentieren die SchülerInnen ihre kreativen Arbeiten sowie ihre medialen Collagen der Plattform. Eine parallel zum Projekt in der Schule (4 Schülerinnen der Theatergruppe des ORG Hegelgasse) einstudierte Theaterperformance zu Warten auf Godot ergänzte die Präsentation.

Die Plattform coller.me steht dem Belvedere für ein Upload von max. 100 Collagen für einen Zeitraum von 3 Jahren ab Projektbeginn zur Verfügung und kann daher auch weiterhin in Form ähnlicher Projekte von interessierten Schulklassen für die Veröffentlichung von  Mediencollagen zu unterschiedlichen Themen genützt werden.

Die österreichweite Initiative Kulturvermittlung mit Schulen in Bundesmuseen 2013 ist eines der Leitprojekte des Bundesministeriums für Unterricht, Kunst und Kultur im Rahmen von Kunst macht Schule. KulturKontakt Austria begleitet die Initiative konzeptiv, beratend und organisatorisch.
 



 

Zur Plattform mit den Mediencollagen gelangen Sie hier

 

Das Dokumentationsvideo zu dem Projekt finden Sie hier

Filmproduktion: PingPong Communications
Sprecherin: Maxi Neuwirth

 

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