Biographie

Anton Romako, Prinz Eugen in der Schlacht bei Zenta, um 1880/1882 © Belvedere Wien

Prinz Eugen von Savoyen (1663–1736) war der bedeutendste österreichische Feldherr. 1683 kam er mittellos an den Kaiserhof Leopolds I. Im selben Jahr begann seine glänzende militärische Karriere beim Entsatz Wiens von der Türkenbelagerung. Prinz Eugen war maßgeblich am politischen und wirtschaftlichen Aufstieg des Hauses Habsburg beteiligt. Das Belvedere, die Sommerresidenz des Prinzen Eugen, auf dessen Planung und künstlerische Gestaltung er wesentlichen Einfluss ausübte, gehört zu den höchsten Leistungen des österreichischen Barock.

 

Ursprünglich stammte Prinz Eugen aus Paris, wo er am 18. Oktober 1663 zur Welt kam. Seine Mutter, Olympia Mancini, war Italienerin und Nichte des einflussreichen Kardinals Mazarin. Eugens Vater stammte aus einer Seitenlinie der Herzöge von Savoyen, die durch Heirat mit den Herrscherhäusern von Frankreich und Spanien verwandt waren.
Der Vater verstarb, als Eugen zehn Jahre alt war, und die Mutter verbrachte die meiste Zeit am Hof von Ludwig XIV., dessen Jugendfreundin und Mätresse sie war. So wuchs der Jüngste von insgesamt fünf Söhnen und zwei Töchtern bei seiner Großmutter Maria von Bourbon auf. Obwohl er zunächst für die geistliche Laufbahn bestimmt war, reizte ihn eine militärische Karriere.

 

Nachdem er vom französischen König Ludwig XIV. nicht in dessen Armee aufgenommen wurde, trat Prinz Eugen in den Dienst des Habsburgerkaisers Leopold I. Hier begann sein grandioser Aufstieg als Offizier, zehn Jahre später befehligte er als Oberbefehlshaber die gesamte Ost-Armee und schließlich hatte er als Generalleutnant – und damit Stellvertreter des Kaisers im Oberkommando – die höchste militärische Position des Habsburgerreiches inne.

Mehrmals kämpfte Eugen siegreich gegen das Osmanische Heer: 1683 bei der Türkenbelagerung Wiens, 1697 bei Zenta, 1716 bei Peterwardein und 1717 bei Belgrad. Wichtige Siege errang er außerdem im Zuge des Spanischen Erbfolgekrieges, wo er gegen den Franzosenkönig Ludwig XIV. erfolgreich war, der viele Jahre zuvor seine militärischen Dienste abgelehnt hatte.

 

Prinz Eugen kämpfte für drei österreichische Herrscher: Leopold I., Joseph I. und Karl VI. Für seine Verdienste um die Monarchie wurde er mit mehreren Ehrentiteln ausgezeichnet. Zuletzt bekleidete er das Amt eines Generalvikars – eines Stellvertreters des Herrschers – in den nach dem Spanischen Erbfolgekrieg neuen österreichischen Besitzungen Ober- und Unteritaliens.

 

Neben der Errichtung seiner Bauvorhaben wie Schloss Ráckeve in Ungarn und der phantastischen Gartenanlage um Schloss Hof im Marchfeld kümmerte sich Prinz Eugen um die reichen Bestände seiner Bibliothek und Kunstsammlung und stand in Verbindung mit den führenden Geistern seiner Zeit wie etwa dem Philosophen Leibnitz.

 

Prinz Eugen starb am 21. April 1736 im Alter von 73 Jahren. Er wurde in der Savoyergruft des Wiener Stephansdoms bestattet. Sein einbalsamiertes Herz sollte ursprünglich in die Grabkirche der Savoyer in Turin gebracht werden. De facto wurde aber auch dieses in Wien beigesetzt.

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