Buchempfehlungen vom Salon für Kunstbuch

Never Trust a Curator

ARTHUR BOSKAMP

Eine Curatorial Soap aus Perspektiven von Kuratoren und Künstlern. Welche Aufgaben und Handlungsspielräume haben heute Kuratoren? Würde man beginnen den Kurator mehr als Autor zu begreifen, was könnte er dann bewirken? Wo liegen die üblichen Kuratorenfallen? Und was wird eigentlich in Gang gesetzt, wenn ein Künstler bzw. eine Künstlerin kuratorisch arbeitet?

Vorwort von Ulrike Boskamp 
- Eine Unterhaltung zwischen Dirck Möllmann u. Petra Reichensperger 
- Statements von Wolf von Kries über Kulturproduktionen zweiten Grades, Erich Pick über Lesbare Ausstellungen und ihre Rollenbilder, Thomas Rentmeister über die Spezie Kuratoren, Gabriele Basch ruft Obacht aus!, Simon Starke über Formen des Verstehens, Suse Weber über Zeit- und Raummaschinen, Juliane Solmsdorf über Autorisierungsmodelle, Hans Hemmert über Komplizenschaft mit den Dingen, Henriette Grahnert über Varianten des Ausreizens, Christoph Rothmeier über Aus sich heraus. Zwischen Start und Stopp-Taste, Daniel Berwanger berichtet von Lichtprojektionen u. Sternenstaub, Gunther Reski über die Kuratorenfalle.

 


Michael Pilz, Auge Kamera Herz

OLAF MÖLLER, MICHAEL OMASTA (Hg.)

This richly illustrated book is the first monograph about Michael Pilz. It includes several essays dealing with his work, an extensive conversation, selected texts and film treatments written by him, and a complete annotated filmography.
Born in a small town in Lower Austria, Michael Pilz has realized over 100 films since the 1960s. His breakthrough came with a veritable massif central of documentary cinema: Heaven and Earth (1979-82), an epic work about the Styrian mountain village of St. Anna. Since then, he has been a "solitary man", crossing the borders between film forms just as easily as those between art, cinema, life.

 


The Exhibitionist, No. 2 Journal on Exhibition Making / June 2010

JENS HOFFMANN (Ed.)

The Exhibitionist is a journal focusing solely on the practice of exhibition making. Its objectives are to create a wider platform for the discussion of curatorial concerns, encourage a diversification of curatorial models, and actively contribute to the formation of a theory of curating.
This issue of The Exhibitionist enacts something like a threshold experience, concerned as it is with the issue of art's publics , a concern that manifests itself throughout as a tension among arguments about the efficacy of the exhibition format.

 

 


Das Universelle, das Einförmige, das Gemeinsame und der Dialog zwischen den Kulturen

FRANÇOIS JULLIEN

François Jullien (*1951), Philosoph und Sinologe, leitet an der Université Paris-Diderot das Institut de la pensée contemporaine. Er war 2010 Preisträger des Hannah-Arendt- Preises für politisches Denken der Heinrich Böll Stiftung.
„Wie kann man vom Prinzip der strikten Allgemeingültigkeit übergangslos zum bloßen Postulat der angestrebten Allgemeinverbindlichkeit übergehen? - fragt Jullien. Theorie und Praxis, wird man antworten. Im Spielraum dieser logischen Wackelstelle findet heute die Debatte über Kulturverständigung statt. Julliens Versuch einer Begriffsklärung im Dreieck zwischen logischer Universalität, wirtschaftlicher Uniformität und politisch ausgehandelter Gemeinschaft ist ein nützlicher Beitrag dazu. Das Gemeinsame ist dabei nicht bloß als ein minderwertiges Allgemeines zu verstehen. Es ist eine eigene Größe. Von einer kategorisch gesetzten Allgemeingültigkeit habe die Menschenrechtsdebatte den Akzent - so Julliens These - in Richtung einer konkret angestrebten Gemeinschaft verschoben: Wo das Universelle stockt, macht der Gemeinschaftssinn weiter.“
 
Joseph Hanimann, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 14.04.2008.

 


Manifestos

CHRISTIAN WACHTER

On my way out of the Walker Library the other day a little red spine caught my attention. I grabbed the hardback book off the shelf and started paging through and was immediately charmed by what I was seeing and reading. What was bound between those two red covers was a small sampling of the Great Bear Pamphlet series. Each pamphlet is simply produced with black printing on colored sheets of paper (each pamphlet a different color) except for Cage’s poem DIARY: How to Improve the World (You Will Only Make Matters Worse) Continued Part Three (1967) [fig. 1, and 4] which uses multicolored, and shifting type-faces to help realize his idea. The overall affect is a beautiful stack of reading.
POET AND COMPOSER DICK HIGGINS founded Something Else Press in 1963 to publish the experimental writing and manifestos of the artists, authors, and musicians he knew in connection with the New School in New York City. In 1966–67, he issued a batch of pamphlets, most only sixteen pages in length, that featured concrete poems, undoable acts, unactable plays, collages, and diaristic edicts by the likes of John Cage, Claes Oldenburg, Jackson Mac Low, Jerome Rothenberg, Dieter Roth, David Antin, and George Brecht. Many of these slender publications proved to be seminal statements of the avant-garde, not to mention of the broader cultural scene. (Allan Kaprow describes the first Happening, at sculptor George Segal’s farm, in one of them, and the further origins of performance art might be traced to Oldenburg’s “scenarios” in Injun and Other Histories.) The twenty wispy books that appeared under the imprint Great Bear have long been scattered to the winds and relegated to museum collections, but now Primary Information has produced a set of nostalgically ad hoc–looking facsimiles, ribbon-bound in an unvarnished wooden box and offered under the name Great Bear (distributed in the US by DAP, $150). Among them, you’ll find Rothenberg’s Ritual: A Book of Primitive Rites and Events, which details, for instance, “Beard Event: The men shave and fashion Van Dyke beards. The women paint” and “Language Event I: Abolish words bearing any affinities with the names of the participants, and substitute new ones in their stead.” In one manifesto, gathered among sundry others by figures such as Robert Filliou, Alison Knowles, and Nam June Paik, Higgins defines the aesthetics of the moment (and elucidates the name of his press): “When asked what one is doing, one can only explain it as ‘something else.’ Now one does something big, now one does something small, now another big thing, now another little thing. Always it is something else.” As moments go, it was the apotheosis of goof. Printed on pastel grade-school construction paper and housed in what looks like a Boy Scout crafts-project box, the Great Bear pamphlet collection powerfully recalls the improvisatory derangements of the time.

 


Eine Kurze Geschichte der Cahiers du Cinéma

EMILIE BICKERTON

»Über drei Jahrzehnte haben die Cahiers du Cinéma die Art und Weise geprägt, wie wir Filme sehen und verstehen – im populären wie im wissenschaftlichen Bereich. Heute wirkt das Magazin kaum anregender als die Bordlektüre im Flieger zum nächsten Filmfestival. Wie konnte es dazu kommen?«
(Emilie Bickerton)
Der Regisseur Jacques Rivette sagte einmal: »Die einzige wahre Kritik an einem Film kann nur ein anderer Film sein«. Und doch gehörte er zum harten Kern des weltbekannten Filmmagazins Cahiers du Cinéma – neben so bedeutenden Filmschaffenden wie Jean-Luc Godard, François Truffaut, Eric Rohmer und anderen, die der Filmkritik Kultstatus und der Nouvelle Vague internationalen Ruhm verschafften. Die Cahiers du Cinéma, gegründet 1951 von André Bazin, revolutionierten die Filmkritik und das Filmemachen, aber auch die Kunstkritik. Im Stil eines Notizbuchs druckte das Magazin mit dem charakteristischen gelben Umschlag die einflussreichsten, polemischsten und tiefgehendsten Kritiken der Filmwelt. Bis heute übt es seinen Nachhall in den Arbeiten von Kritikern, Filmemachern und Cinephilen aus.
Intelligent, pointiert und scharfzüngig verfolgt Emilie Bickerton die Entwicklung der Cahiers du Cinéma von 1951 bis heute. Das Buch bringt eine Fülle von Informationen von den frühen Jahren über die politische Radikalisierung der »Hefte« in den späten sechziger Jahren, bis hin zu ihrer Internationalisierung und ihrer Reaktion auf das Fernsehen in den siebziger und achtziger Jahren des 20. Jahrhunderts. Zugleich bietet sich ein faszinierender Überblick über eine entscheidende, ja explosive Phase der intellektuellen Diskussion in Frankreich und darüber hinaus. Eine Kritik der Cinéasten zu liefern, die Filmjournalismus eben nicht als markthörige Hofberichterstattung begreift – hierin wäre der Anspruch zu sehen, den die Cahiers du cinéma einmal begründet haben. Ob das heute zum Hochglanzheft mutierte Magazin angesichts rasch wechselnder Eigentümer dem noch gerecht werden kann?

 


Urban Pioneers

SENATSVERWALTUNG FÜR STADTENTWICKLUNG (Ed.)

Eine Curatorial Soap aus Perspektiven von Kuratoren und Künstlern. Welche Aufgaben und Handlungsspielräume haben heute Kuratoren? Würde man beginnen den Kurator mehr als Autor zu begreifen, was könnte er dann bewirken? Wo liegen die üblichen Kuratorenfallen? Und was wird eigentlich in Gang gesetzt, wenn ein Künstler bzw. eine Künstlerin kuratorisch arbeitet?

Vorwort von Ulrike Boskamp 
- Eine Unterhaltung zwischen Dirck Möllmann u. Petra Reichensperger 
- Statements von Wolf von Kries über Kulturproduktionen zweiten Grades, Erich Pick über Lesbare Ausstellungen und ihre Rollenbilder, Thomas Rentmeister über die Spezie Kuratoren, Gabriele Basch ruft Obacht aus!, Simon Starke über Formen des Verstehens, Suse Weber über Zeit- und Raummaschinen, Juliane Solmsdorf über Autorisierungsmodelle, Hans Hemmert über Komplizenschaft mit den Dingen, Henriette Grahnert über Varianten des Ausreizens, Christoph Rothmeier über Aus sich heraus. Zwischen Start und Stopp-Taste, Daniel Berwanger berichtet von Lichtprojektionen u. Sternenstaub, Gunther Reski über die Kuratorenfalle.

 


Abécédaire 3 DVD 453 Min. (Ger./French)

DELEUZE

Fast 20 Jahre lang hatte sich der charismatische französische Philosoph Gilles Deleuze dem Vereinnahmungsapparat Fernsehen erfolgreich entzogen - bis 1988 seine ehemalige Studentin, Freundin und Co-Autorin (Dialoge) Claire Parnet das Unmögliche möglich macht.
Deleuze lässt sich auf ein Experiment ein, das das Fernsehen so noch nicht gesehen hat: 7 1/2 h freie Rede uncut. Einzige Bedingung - das Material darf erst nach seinem Tod ausgestrahlt werden.
Mit Heiterkeit, viel Charme und ohne jedes Pathos nimmt das überaus lebendige "Gespenst" des Philosophen die heterogenen Impulse auf, die von Parnets alphabetischer Begriffsauswahl von A wie Animal/Tier bis zu Z wie Zickzack ausgehen, und folgt ihnen freimütig - bis an den Punkt, an dem die Philosophie die Lebenslinien kreuzt. Von Spinoza zu Minnelli, von der Literatur zum Tennis, von der Zecke zur Kultur, vom Chanson zum Urknall: Bestand für Deleuze die Aufgabe der Philosophie darin, "Begriffspersonen" zu erschaffen, so kündet dieses Abc von deren weit verzweigtem Eigen-Leben.
Die längst überfällige erste deutsche Ausgabe bietet das vollständige Filmgespräch in Originalsprache mit einer sorgfältigen deutschen Untertitelfassung, die sich die üblichen Verkürzungen programmatisch verbietet, dazu eine von Hanns Zischler und Antonia von Schöning gesprochene Voice-over-Fassung der neuen Übersetzung, die der eigenen Dynamik dieses philosophischen "Sprechgesangs" nachspürt.

 


The Order of Things: An Archeology of the Human Sciences

MIKKO KUORINKI

The Finnish artist Mikko Kuorinki interpreted Foucault`s The Order of Things literally and put all the words of the book in alphabetical order: From A to Zoophytorum.
The desire to classify the world has always been a need for mankind: We collect, reflect and sort the things. Michel Foucault extensively wrote about this phenomena in his book Order of Things - An Archaeology of the Human Sciences, one of the core works that anchor the French Structuralist school of thought. The Finnish artist Mikko Kuorinki interpreted Foucault`s title literally and put all words of the book in alphabetical order: From A to Zoophytorum. In the tradition of conceptional art, Kuorinki reordered knowledge that is already available. He decomposed a text to an alphabetical material – and composed at the same time a new text, which offers us a very unusual view into the thinking of the French philosopher.

 


Between Artists

HARRELL FLECHTER, MICHAEL RAKOWITZ

Harrell Fletcher and Michael Rakowitz share a lively conversation largely composed of anecdotes and first person narratives that addresses central and shared concerns in both artists' practice.
Between Artists is a series of conversation based books that document different positions and strategies of contemporary, critical visual practice. These conversations provide an opportunity for artists to speak clearly about their practice and give readers a better understanding of the power and relevance of the artists’ voice in the discussion of larger social issues.
Art Resources Transfer Inc. is a nonprofit organization dedicated to establishing a more egalitarian access to the arts through publishing (A.R.T. Press) and the free distribution of contemporary art books to public libraries and schools in underserved communities nationwide (D.U.C. Program).

 


The Short and the Long of It

UREL ORLOW

The fanzine, produced by La Rada in Locarno, CH, is published to accompany and document the final chapter of a series of exhibitions of new work by Swiss artist  Uriel Orlow. Taking as the starting point the failed passage of fourteen cargo ships through the Suez Canal in 1967, "The Short and the Long of It" is a modular installation, created over two years and conceived as an exploded film, which comprises video, photography, text and drawing.
Limited edition: 800 numbered copies

 


RYAN GANDER

Double faced playing cards created by Ryan Gander with Mia Frostner, Robert Sollis, Paul Tisdell and Rasmus Troelsen.
Playing cards, printed on both sides and useable, a complete rummy pack of 52 cards. For amusing variations of the well-known cards games of bridge, rummy and patience. They were made with the idea of creating parallel realities in the present or seeing two realms at once. “Two games—yours and the verso game—an additional game waiting to be played in another time or space…a mirrored world, an unheralded parallel reality concurrent with the present reality that we know What if scenarios are the perfect subjects for a well-fueled imagination, but what about a parallel reality in the present?

 


Kultur & Gespenster #2 - Unter Vier Augen

Kultur & Gespenster ist eine deutsche Kulturzeitschrift, welche vierteljährlich erscheint. Sie entstand aus der von Gustav Mechlenburg betriebenen Website textem.de. Das Magazin in Buchformat widmet sich Hochkultur und Trash mit derselben Sorgfalt. Geistreich und trotzdem vergnüglich.
„Kultur & Gespenster“ widmet sich, nach der ersten Nummer zu Hubert Fichte (Juli 2006), in seinem zweiten Dossier Gesprächen und Interviews. Das neuerdings wieder heiß geliebte, so genannte „Authentische“ in Gesprächen und Interviews gilt es zu analysieren. „Kultur & Gespenster“ Nummer zwei trägt den Titel: „Unter vier Augen – Das Interview als Form“. Kultur & Gespenster: Unter vier Augen – Das Interview als Form Das neue und lautstark artikulierte Interesse der Theoretiker und Praktiker an Begrifflichkeiten des „Authentischen“, des „Dokumentarischen“, des „O-Tons“, aber auch der „Stimme“ des „Autors“, der „Geschichte“ usw. erweist sich zunehmend als Teil einer kritischen Wende: Die langjährig perfektionierten Exekutionen von Autorschaft, Realität, Sinn und Intention haben einen Phantomschmerz hinterlassen, der mit rapide sinkendem Sensationswert der verschiedenen Postmodernismen und -strukturalismen immer deutlicher spürbar wird.

 


12 Sun Songs

BRADY CRANFIELD, KATHY SLADE

Its is a yellow vinyl album made up of covers of pop songs about the sun. Aping a 1970s concept album, Cranfield and Slade present twelve songs arranged to represent a day, beginning with songs about sunrise and winding down with songs about sunsets. Tracks range from classics such as George Harrison’s "Here Comes the Sun" and The Kinks’ "Waterloo Sunset," to the lesser-known "Sun" by singer-songwriter Margot Guryan or "Where Evil Grows" by Vancouver’s The Poppy Family.
The album combines field recordings made in various Vancouver locations with electronic sound and acoustic and electric instruments.
Based in rainy Vancouver, Cranfield and Slade is made up of visual artist Kathy Slade and artist/musician Brady Cranfield, working with musicians including Larissa Loyva (Piano, Kellarissa), Johnny Payne (Victoria Victoria, The Shilos), and Chris Harris (Piano, Parks and Rec, The Secret Three, Womankind); and special guests John Collins (The New Pornographers, The Evaporators) and artist Rodney Graham (The Rodney Graham Band, UJ3RK5).
The liner notes for "12 Sun Songs" were written by celebrated Canadian poet and critic Peter Culley.
Published with the Or Gallery, Vancouver, in the Christoph Keller Editions series.

 

Kontakt

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+43 1 79557-701
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