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20er Haus, Visualisierung: © Schreiner & Kastler
20er Haus

Von 1962 - 2001 war der für die Weltausstellung 1958 entstandene Österreichpavillon von Karl Schwanzer das erste Museum Moderner Kunst in Wien. Der durch Glasflächen und Stahlträger strukturierte Bau ist ein Beispiel für die Schnittstelle zwischen der Kunst der Moderne und der Betonung der abstrakten Form, bei gleichzeitiger Öffnung für Raumkonzeptionen der Nachmoderne.

 

Innerhalb des Museumskomplexes des Belvedere wird das 20er Haus - nach der Renovierung durch Adolf Krischanitz, einen Schüler von Karl Schwanzer - zu einem Ausstellungsraum für österreichische Kunst von 1945 bis heute im internationalen Kontext.
Der Kunstproduktion vor Ort kommt eine entscheidende Rolle zu. In Auseinandersetzung mit internationalen Tendenzen und Fragestellungen der Gegenwartskunst soll ein Diskurs entwickelt und gepflegt werden, der in engem Austausch mit der österreichischen Kunstszene steht.
Die Sammlung des Belvedere dient als aktive Basis für die Forschungs- und Ausstellungsarbeit.

Das 20er Haus soll ein Zentrum für die Reflexion und Produktion wesentlicher Aspekte der Kunst werden - als Labor für neue Kunstgeschichte genauso wie als Forum für die Diskussion zukunftsorientierter Fragestellungen zu Bildforschung, Information, Kommunikation und Raumentwicklung.
Das Gebäude wird mit seinen lichten, klar strukturierten Ausstellungs- und Veranstaltungsräumen, einem Kino und der neu errichteten Schausammlung der Wotrubastiftung allen Anforderungen zeitgemäßer interdisziplinärer Produktionsbedingungen entsprechen.