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type: exposition
title: Erna Rosenstein
language: de
url: "https://www.belvedere.at/erna-rosenstein"
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# Erna Rosenstein

## Jenseits der Stille

![Erna Rosenstein, Die Verbrennung der Hexe (Spalenie czarownicy), 1966](https://www.belvedere.at/sites/default/files/styles/header_cropped_1920x480_fp/public/2025-10/Ex-53141-Header.jpg.webp?itok=OVu2SOuM) 

**Dauer:** 3. Juli 2026 - 10. Jänner 2027

Erna Rosenstein (1913–2004), eine zentrale Protagonistin der polnischen Nachkriegsavantgarde, wird erstmals in Österreich in einer umfassenden Retrospektive gewürdigt. Vor dem Hintergrund der Shoah und der historischen Umbrüche Polens zeugen ihre Werke von der Widerständigkeit einer Künstlerin, die unbeirrt an ihren politischen Überzeugungen und künstlerischen Idealen festhält. Über sechs Jahrzehnte hinweg entwickelt Rosenstein einen multimedialen Bildkosmos, der die enge Verflechtung von Gegenwart und Erinnerung, von kollektivem und persönlichem Erleben sichtbar macht.   

Kuratiert von Stephanie Auer.   
Assistenzkurator: Miroslav Haľák

### [Unteres Belvedere](https://www.belvedere.at/besuch/unteres-belvedere)

**Öffnungszeiten:** Montag bis Sonntag, 10 bis 18 Uhr

**Adresse:** Unteres Belvedere, 1030 Wien ([Anreise](<https://www.google.com/maps?q=Unteres Belvedere,+Rennweg 6,+1030+Wien>))

[Tickets](https://www.belvedere.at/go/tickets?location%5B0%5D=2)

##### In Kooperation mit

- [derstandard.at](http://derstandard.at/)

## Impressionen

- ![Erna Rosenstein, Ghetto (Getto), 1946 — Erna Rosenstein, Ghetto, 1946 — National Museum in Poznań
    Digital Photography Studio at the National Museum Poznań — The Estate of Erna Rosenstein - courtesy of Foksal Gallery Foundation and Hauser & Wirth](https://www.belvedere.at/sites/default/files/styles/equal_height_slider_1x/public/2025-11/Erna%20Rosenstein_Getto_Ghetto_1946.jpg.webp?itok=Ng4fYbSD)
- ![Erna Rosenstein, Die Verbrennung der Hexe (Spalenie czarownicy), 1966 — Erna Rosenstein, Die Verbrennung der Hexe, 1966 — Zachęta – National Gallery of Art, Warsaw — The Estate of Erna Rosenstein - courtesy of Foksal Gallery Foundation and Hauser & Wirth](https://www.belvedere.at/sites/default/files/styles/equal_height_slider_1x/public/2025-10/Erna%20Rosenstein_Die%20Verbrennung%20der%20Hexe_Spalenie%20czarownicy_1966_Zach%C4%99ta%20%E2%80%93%20National%20Gallery%20of%20Art%20Warsaw.jpg.webp?itok=6wOLZHLC)
- ![Erna Rosenstein, Orte der Rückkehr (Miejsca powrotne), 1966 — Erna Rosenstein, Orte der Rückkehr, 1966 — National Museum in Poznań
    Digital Photography Studio at the National Museum in Poznań — The Estate of Erna Rosenstein - courtesy of Foksal Gallery Foundation and Hauser & Wirth](https://www.belvedere.at/sites/default/files/styles/equal_height_slider_1x/public/2026-01/Erna%20Rosenstein_Orte%20der%20R%C3%BCckkehr_Miejsca%20powrotne_1966_National%20Museum%20in%20Poznan.jpg.webp?itok=yO5BqUNq)
- ![Erna Rosenstein, Eine eigene Jahreszeit (Osobna pora), 1971 — Erna Rosenstein, Eine eigene Jahreszeit, 1971 — © Foto: Thomas Barratt, licenced by Hauser & Wirth — The Estate of Erna Rosenstein - courtesy of Foksal Gallery Foundation and Hauser & Wirth](https://www.belvedere.at/sites/default/files/styles/equal_height_slider_1x/public/2025-10/Erna%20Rosenstein_Separate%20Season_Osobna%20pora_1971.jpg.webp?itok=YPHi1OaD)
- ![Erna Rosenstein, From the Very Bottom of Silence (Z samego dna ciszy, z cylku Obrazy bezdomne), 1986 — Erna Rosenstein, Vom tiefsten Grund der Stille, aus der Serie Obdachlose Bilder, 1986 — © Kontakt Sammlung, Wien, Foto: Oliver Ottenschläger](https://www.belvedere.at/sites/default/files/styles/equal_height_slider_1x/public/2025-09/Rosenstein_K592.jpg.webp?itok=VQxbzlvd)
- ![Erna Rosenstein, Triptychon der Stille und des Feuers — Erna Rosenstein, Triptychon der Stille und des Feuers, 1974 — National Museum in Warsaw — The Estate of Erna Rosenstein - courtesy of Foksal Gallery Foundation and Hauser & Wirth](https://www.belvedere.at/sites/default/files/styles/equal_height_slider_1x/public/2026-03/Erna%20Rosenstein_Triptychon%20der%20Stille%20und%20des%20Feuers_1974_National%20Museum%20in%20Warsaw_The%20Estate%20of%20Erna%20Rosenstein%20-%20courtesy%20of%20Foksal%20Gallery%20Foundation%20and%20Hauser%20%26%20Wirth.jpg.webp?itok=jXY5MQ1O)
- ![Erna Rosenstein, Jenseits der Stille — Erna Rosenstein, Jenseits der Stille, 1962 — National Museum in Warsaw — The Estate of Erna Rosenstein - courtesy of Foksal Gallery Foundation and Hauser & Wirth](https://www.belvedere.at/sites/default/files/styles/equal_height_slider_1x/public/2026-03/Erna%20Rosenstein_Jenseits%20der%20Stille_1962_National%20Museum%20in%20Warsaw_The%20Estate%20of%20Erna%20Rosenstein%20-%20courtesy%20of%20Foksal%20Gallery%20Foundation%20and%20Hauser%20%26%20Wirth.jpg.webp?itok=BIsHRPhs)
- ![Erna Rosenstein, Höllenblumen — Erna Rosenstein, Blumen der Hölle, 1968 — National Museum in Warsaw — The Estate of Erna Rosenstein - courtesy of Foksal Gallery Foundation and Hauser & Wirth](https://www.belvedere.at/sites/default/files/styles/equal_height_slider_1x/public/2026-03/Erna%20Rosenstein_H%C3%B6llenblumen_1968_National%20Museum%20in%20Warsaw_The%20Estate%20of%20Erna%20Rosenstein%20-%20courtesy%20of%20Foksal%20Gallery%20Foundation%20and%20Hauser%20%26%20Wirth.jpg.webp?itok=QgrHhHyu)
- ![Erna Rosenstein, Es schaut immerfort — Erna Rosenstein, Es schaut immerfort, 1991 — Galeria Szydłowski — The Estate of Erna Rosenstein - courtesy of Foksal Gallery Foundation and Hauser & Wirth](https://www.belvedere.at/sites/default/files/styles/equal_height_slider_1x/public/2026-03/Erna%20Rosenstein_Es%20schaut%20immerfort_1991_Galeria%20Szyd%C5%82owski_The%20Estate%20of%20Erna%20Rosenstein%20-%20courtesy%20of%20Foksal%20Gallery%20Foundation%20and%20Hauser%20%26%20Wirth.jpg.webp?itok=aLDghFAs)
- ![Erna Rosenstein, Ein Moment der Ewigkeit — Erna Rosenstein, Ein Moment der Ewigkeit, 1977 — Muzeum Sztuki w Łodzi — The Estate of Erna Rosenstein - courtesy of Foksal Gallery Foundation and Hauser & Wirth](https://www.belvedere.at/sites/default/files/styles/equal_height_slider_1x/public/2026-03/Erna%20Rosenstein_Ein%20Moment%20der%20Ewigkeit_1977_Muzeum%20Sztuki%20w%20%C5%81odzi_The%20Estate%20of%20Erna%20Rosenstein%20-%20courtesy%20of%20Foksal%20Gallery%20Foundation%20and%20Hauser%20%26%20Wirth.jpg.webp?itok=4_x9EG6p)

## Zur Ausstellung 

In den frühen 1930er-Jahren verbringt Erna Rosenstein zwei Jahre in Wien, wo sie an der Frauenakademie studiert. Aus dieser Schaffensphase sind keine Werke der Künstlerin erhalten. Sie gingen verloren oder wurden vernichtet aufgrund von Verfolgung, Flucht und der Notwendigkeit, ihre Identität als Jüdin im von Nazideutschland besetzten Polen zu verbergen.

Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs entwickelt Rosenstein eine expressive Bildsprache, um das Unsagbare eines kollektiven wie auch persönlichen Traumas zu artikulieren. Als eine Form der Erinnerung und der Aufarbeitung setzt sie sich über Jahrzehnte hinweg immer wieder mit dem gewaltsamen Tod ihrer Eltern auseinander. Diese lebenslange Innen- und Rückschau bildet ein zentrales Motiv in der Ausstellung. An den zahlreichen Bildnissen von Mutter und Vater wird deutlich, wie konsequent die Künstlerin an einer realistischen Wiedergabe festhält, obgleich ab den 1950er-Jahren zunehmend eine biomorphe Abstraktion ihr Schaffen prägt.

Rosensteins abstrakte Kompositionen gleichen inneren Landschaften, die sich von surrealistischen Anklängen und traumähnlichen Zuständen beeinflusst zeigen. Ihre rätselhaft-poetischen Werktitel eröffnen überraschende Interpretationsräume und zeugen von der engen Verbindung, die Wort und Bild für die Malerin und Dichterin eingehen. Sie reflektieren das Erleben von Zeit und Raum, Verlust, Trauer oder historischen Ereignissen. Zugleich weisen die in der Ausstellung versammelten Assemblagen auf Rosensteins künstlerisches Anliegen hin, scheinbar wertlose Alltagsgegenstände durch unerwartete Kombinationen in neue narrative Zusammenhänge zu überführen.

Über mehr als sechs Jahrzehnte entwickelt Rosenstein einen multimedialen Bildkosmos als eindringlichen Akt des Erinnerns und des Widerstands gegen das Vergessen. Anhand ihrer Gemälde und Assemblagen sowie ihrer Zeichnungen, die erstmals außerhalb Polens zu sehen sind, lädt die Ausstellung zur kritischen Auseinandersetzung mit der Aufarbeitung und Bewahrung von Geschichte(n) ein.

## Biografie 

![Schwarz-/Schwarz Porträt von Erna Rosenstein — Erna Rosenstein — Foto: Tadeusz Rolke, Agencja Gazeta — The Estate of Erna Rosenstein - courtesy of Foksal Gallery Foundation and Hauser & Wirth](https://www.belvedere.at/sites/default/files/styles/full_content_width_no_crop/public/2025-10/Artist%20Portrait%20Erna%20Rosenstein_Foto_Tadeusz%20Rolke_Agencja%20Gazeta.jpg.webp?itok=CYU4fWWj)

Erna Rosenstein, geboren 1913 in Lwiw in der heutigen Ukraine, schließt sich noch während der Schulzeit in Krakau der illegalen Internationalen Organisation zur Hilfe für Revolutionäre (MOPR) an. Durch das Studium an der Wiener Frauenakademie in den Jahren von 1932 bis 1934 soll sie, so das Ziel der Eltern, Abstand von ihrem politischen Engagement gewinnen. Rosenstein ist jedoch in Österreich sowie nach ihrer Rückkehr nach Polen, wo sie an der Akademie der bildenden Künste in Krakau studiert, weiterhin politisch aktiv. Während des Zweiten Weltkriegs und der Besetzung Polens sieht sich Rosensteins Familie als Jüdinnen und Juden nationalsozialistischer Verfolgung ausgesetzt. Auf der Flucht werden Rosensteins Eltern im Beisein der Künstlerin ermordet, sie selbst überlebt verletzt und verbringt die restlichen Kriegsjahre unter falschen Identitäten im Untergrund. In den Jahren 1947/48 bereist sie die Schweiz, England und Frankreich. In Paris besucht Rosenstein eine Reihe von surrealistischen Ausstellungen und lernt ihren zukünftigen Ehemann kennen, den Kritiker und Übersetzer Artur Sandauer, mit dem sie ab 1949 in Warschau lebt. Zu Beginn der 1950er-Jahre arbeitet Rosenstein fern vom öffentlichen Kunstbetrieb, nachdem sie Stellung gegen die Doktrin des sozialistischen Realismus bezogen hat und beharrlich an einer surrealistisch geprägten Bildsprache festhält. Im kommunistischen Polen der Nachkriegszeit ist Rosenstein erneut mit Wellen der Repression konfrontiert, die 1968 in einer staatlich gesteuerten antisemitischen Kampagne kulminieren. Dennoch entscheidet sich die Künstlerin zu keinem Zeitpunkt für den Bruch mit der Kommunistischen Partei oder das Exil, sondern avanciert zu einer der bedeutendsten Vertreter\*innen der polnischen Nachkriegskunst. Als Gründungsmitglied der zweiten Krakauer Gruppe, der Künstler\*innen wie Tadeusz Kantor, Maria Jarema oder Tadeusz Brzozowski angehören, nimmt Rosenstein an den maßgeblichen Ausstellungen für zeitgenössische Kunst in Polen sowie an Präsentationen polnischer Kunst im Ausland teil.

## Katalog 

![Katalog Erna Rosenstein](https://www.belvedere.at/sites/default/files/styles/full_content_width_no_crop/public/2026-05/Rosenstein_Cover.jpg.webp?itok=XpegNJHi)

**Herausgeber\*innen:** Stella Rollig, Stephanie Auer

**Autor\*innen:** Stephanie Auer, Dorota Jarecka, Ulrike Kadi, Stella Rollig, Aleksandra Ściegienna, Piotr Słodkowski, Adam Szymczyk

**Grafikdesign:** Willi Schmid

**Erscheinungsjahr:** 2026

**Verlag:** Verlag der Buchhandlung Walther und Franz König, Köln

**Seitenzahl:** 312 Seiten, 145 Abbildungen

**Format:** 16,5 × 23,2 cm, Hardcover

**ISBN:** 978-3-7533-1044-2 (DE &amp; EN)

**€ 34,90** (inkl. MwSt.) Vor Ort ab Juli erhältlich.

## Termine

- [Mit Baby im Museum: Erna Rosenstein — 9. Juli 2026 10:30 - 11:30](https://www.belvedere.at/event/mit-baby-im-museum-erna-rosenstein)
- [Mit Baby im Museum: Erna Rosenstein — 6. August 2026 10:30 - 11:30](https://www.belvedere.at/event/mit-baby-im-museum-erna-rosenstein-0)
- [Mit Baby im Museum: Erna Rosenstein — 3. September 2026 10:30 - 11:30](https://www.belvedere.at/event/mit-baby-im-museum-erna-rosenstein-1)
