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Gustav Klimt.
Wien und Japan 1900

23. April bis 10. Juli 2019
Tokyo Metropolitan Art Museum, Japan
Juli bis Oktober 2019
Toyota Municipal Museum of Art, Japan


Wer war Gustav Klimt? Wie kaum ein anderer Künstler stellte Klimt seine Kunst konsequent in den Dienst des Ausdrucks seiner Persönlichkeit, was uns bis heute tiefe Erkenntnisse über ihn als Mensch ermöglicht. Das beleuchtet eine Ausstellung, die anlässlich von 150 Jahren diplomatischer Beziehungen zwischen Österreich und Japan vom Belvedere in Tokio und Toyota gezeigt wird. Den Einflüssen Japans auf Klimts Schaffen wird dabei ein Schwerpunkt gewidmet.

Gemeinsam mit dem Tokyo Metropolitan Art Museum, dem Toyota Municipal Museum of Art und Asahi Shimbun, Japans führender Zeitung, realisiert das Belvedere ein umfassendes Ausstellungsprojekt zum Jahrhundertkünstler Gustav Klimt in Japan. „Wer über mich – als Künstler, der allein beachtenswert ist – etwas wissen will, der soll meine Bilder aufmerksam betrachten und daraus zu erkennen suchen, was ich bin und was ich will“ (Gustav Klimt). Was Klimt selbst so treffend erklärte, eröffnet der Forschung vielschichtige und detailreiche Einblicke in das Privat- und Seelenleben des Künstlers. Die Ausstellungen in Tokio und Toyota veranschaulichen, dass viele Werke Klimts als Ausdruck persönlicher Krisen, Ängste und Wünsche zu verstehen sind. Außer durch Gemälde des Künstlers wird dies auch durch Briefe oder persönliche Gegenstände dargestellt. So soll erstmals umfassend in einer Ausstellung der Gedankenkosmos hinter Klimts Meisterwerken entschlüsselt werden. Ein weiterer Schwerpunkt der Schau ist Klimts Beziehung zu Japan, die in seinem Schaffen immer wieder Spuren hinterlassen hat. Klimt schätzte die japanische Kunst nachweislich und fand darin eine reiche Quelle der Inspiration. Die Ausstellung zeigt auf, wie sich der Einfluss der damals für Europäerinnen und Europäer exotischen und fremden Kunst Japans in der Malerei Klimts und in Wien um 1900 anregend auswirkte.

Kurator des Belvedere: Markus Fellinger



Video Grußbotschaft von Direktorin Stella Rollig nach Japan.