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19.00 - 20.00
PRÄSENTATION UND GESPRÄCH

100x maison de verre

Salon für KunstbuchBelvedere
Veranstaltung kostenlos
Michael Carapetian: Das Glashaus. Architekturphotographien
 
Gäste im Salon: Michael Carapetian und Rike Felka, Berlin/Venedig
 
Das "maison de verre" (1931) von Pierre Chareau ist ein Wohnhaus in Paris. Seine Fassade, eine undurchsichtige Glaswand, machte es zur Ikone der modernen Architektur. Michael Carapetians Photographien aus dem Jahr 1965 zeigen dieses "kanonische und mysteriöse Haus von Nahaufnahmen von Konstruktionsdetails über Teilansichten der verschiedenen Räume mit ihrer besonderen Möblierung bis hin zur wechselnden Gestalt des Hauses je nach Tages- oder Nachtzeit." (Kenneth Frampton)
 
Mit den vorliegenden Photos haben an Architekturphotographie Interessierte Bilddokumente vor Augen, die  aus architekturtheoretischer Perspektive die Besonderheiten der technisch-künstlerischen Leistung Chareaus  zeigen. Erst vor wenigen Jahren wurde das Haus verkauft und das Mobiliar in alle Winde zerstreut.
 
Die Publikation, ein als Mappenwerk gestalteter Photoband, wird im Salon für Kunstbuch vom 29. November 2018 bis zum 22. Januar 2019 ausgestellt sein.
 
Michael Carapetian lebt in Venedig und London. Neben seiner Tätigkeit als Architekt und Professor war er als Architekturphotograph tätig. Er arbeitet heute mit Lichtdesign. 1965 verbrachte er mehrere Tage im "maison de verre" in Paris.
 
Rike Felka, Literatur- und Bildwissenschaftlerin sowie Verlegerin, lebt und arbeitet in Berlin. Publikationen und Lehrtätigkeit.
Treffpunkt: Kassa, Belvedere 21; Arsenalstraße 1, 1030 Wien
Kontakt: +43 1 79557-770, public21@belvedere.at
Veranstaltungsart:
Expertenführungen & Künstlergespräche
19.00 - 20.00
Polly Apfelbaum, The Potential of Women, 2017
TALK

Flying Carpets. Stella Rollig im Gespräch mit Bob Nickas

Belvedere 21Belvedere
Veranstaltung kostenlos
Bob Nickas: legendärer Kurator und Autor aus New York City, prägende Figur der Downtown-Szene der 1980/90er-Jahre, Ausstellungsmacher, Zeitschriftengründer, unabhängiger Denker und starke Stimme für die Kunst abseits des Mainstream. Er beschäftigt sich seit vielen Jahren mit Polly Apfelbaum und beschreibt ihre Bodenarbeiten im Ausstellungskatalog als „Fliegende Teppiche“. Mit Stella Rollig spricht er über die eigenwillige Kunst der Polly Apfelbaum, die im Belvedere 21 noch bis 13. Jänner zu sehen ist.

Treffpunkt: Kassa, Belvedere 21; Arsenalstraße 1, 1030 Wien
Kontakt: +43 1 79557-770, public21@belvedere.at
Veranstaltungsart:
Expertenführungen & Künstlergespräche
19.00 - 20.00
VORTRAG

Cesy Leonard, Zentrum für Politische Schönheit

Blickle KinoBelvedere
Erwachsene: EUR 3
Jahreskartenbesitzer Belvedere: Veranstaltung kostenlos mit gültigem Eintrittsticket
Senioren (ab 65 Jahren): EUR 3
Studenten (19-27 J.): EUR 3
Das Zentrum für Politische Schönheit macht seit einigen Jahren mit spektakulären, provokativen und äußerst kontrovers diskutierten Aktionen auf sich aufmerksam, in denen Politiker_innen, Medien, wie auch Betrachter_innen unbewusst zu Mitwirkenden und Teil einer medialen Inszenierung werden. Cesy Leonard nennt dieses Spiel mit der Täuschung Hyperrealität: "Wir machen Theater, aber nicht auf der Bühne“. Die Künstlerin und Filmemacherin ist seit 2011 Chefin des Planungsstabs und Teil der dreiköpfigen Leitung. Zu ihren Schwerpunkten gehören die künstlerische Konzeption der Aktionen, die Leitung des Filmdepartments, Film, Regie sowie die Außenkommunikation. In ihrem Vortrag stellt Cesy Leonard einige Aktionen des ZPS vor, gewährt einen Blick hinter die Kulissen der Kampagnen-Arbeit und stellt zur Diskussion, wann Kunst an ihre Grenzen stößt und/oder diese überschreiten muss: „Wir sind Künstler, wir machen Aktionskunst. Wir machen keinen Polit-Aktivismus. Wir versuchen den Kunstbegriff weiter zu treiben und mit der Kunst wirklich Veränderung zu schaffen."

#ValueofFreedom21
Treffpunkt: Kassa, Belvedere 21; Arsenalstraße 1, 1030 Wien
Kontakt: +43 1 79557-770, public21@belvedere.at
Veranstaltungsart:
Expertenführungen & Künstlergespräche
19.00 - 20.00
BUCHPRÄSENTATION UND GESPRÄCH

Raffaella della Olga. T14 - Artist book

Salon für KunstbuchBelvedere
Veranstaltung kostenlos
Gäste im Salon: Raffaella della Olga / Paris
 
Raffaella della Olga wurde in Bergamo, Italien, geboren. Nach einer kurzen Karriere als Strafverteidigerin studierte sie an der Beaux-Arts in Mailand und zog anschließend nach Paris, wo sie bis heute lebt. Die Entdeckung von Un Coup de Dès Jamais n'abolira le Hasard von Mallarmé (1914) führte zu einem Umbruch in ihrer künstlerischen Arbeit. Während sie ihre Inspiration in der Minimal- und Konzeptkunst ebenso findet wie in der avantgardistischen Lyrik, gestaltet sie ihre eigene Sprache mittels einer mechanischen Schreibmaschine - maschinenschriftlicher Text wird dabei mit Zeichnung verkreuzt, der Gedankenstrich als Zeichen der Luft erhält Vorrang vor Buchstabe und Zahl. Mit vier Tasten, von denen eine verändert wurde, zeichnet Raffaella in vielfältigen Zeichen auf einer Bühne des Schreibens, auf der sich Echos auf Atem und Stille vervielfachen.
 
Präsentation des Künstlerinnenbuchs und Gespräch.

Veranstaltung in englischer Sprache.
Treffpunkt: Kassa, Belvedere 21; Arsenalstraße 1, 1030 Wien
Kontakt: +43 1 79557-770, public21@belvedere.at
Veranstaltungsart:
Expertenführungen & Künstlergespräche
18.30 - 19.30
BUCHPRÄSENTATION

Zsolt Tibor: mankind

Salon für KunstbuchBelvedere
Veranstaltung kostenlos
Gäste im Salon: Zsolt Tibor, Kinga Bódi, Fiona Liewehr, Andreas Fogarasi
 
Eine Aneignung einer Entleerung gegenüberstellen, Akte der Dekonstruktion oder Konstruktion setzen, schneiden, einfügen und neu assoziieren, den Vorgang des Zeichnens individualisieren – die neue Publikation mankind ermöglicht erstmals einen umfangreichen Einblick in das Werk des ungarischen Künstlers Zsolt Tibor. Dessen Arbeiten entstehen weniger organisch als durch Additionen seines visuellen Vokabulars, wobei die Zeichnung als Basis eines ikonographisch vernetzten Kaleidoskops fungiert.

Zur Präsentation von mankind werden Zsolt Tibor (Künstler), Fiona Liewehr (Herausgeberin und Autorin), Kinga Bódi (Kunsthistorikerin), Andreas Fogarasi (Künstler, Gestalter des Buches) und Bernhard Cella zu ihren Vorgehensweisen bei der Konzeption, Entwicklung und Design von Publikationen in der Gegenwartskunst diskutieren.

ohne Titel, FMR
Unter Einbeziehung von Materialien aus der Publikation wird eine Intervention realisiert. Die prozessuale Installation des Salon für Kunstbuch wird zum Schauplatz, der architektonische Rahmen des Belvedere 21 zur Bühne eines temporären Theaters vergrößert und aktiviert.

Zsolt Tibor (geb. 1973 in Budapest, lebt und arbeitet in Wien). Seit 1995 Studium der bildenden Kunst in Budapest, Sevilla und La Mancha. Ausgezeichnet mit dem Esterhazy UNIQA Art Award (2015) und dem Strabag Artaward International (2012).
Treffpunkt: Kassa, Belvedere 21; Arsenalstraße 1, 1030 Wien
Kontakt: +43 1 79557-770, public21@belvedere.at
Veranstaltungsart:
Expertenführungen & Künstlergespräche
19.00 - 20.00
VORTRAG VON LILLI LIČKA

Freiheit im (Frei)Raum

Blickle KinoBelvedere
Erwachsene: EUR 3
Jahreskartenbesitzer Belvedere 21: Veranstaltung kostenlos mit gültigem Eintrittsticket
Freunde des Belvedere: Veranstaltung kostenlos mit gültigem Eintrittsticket
Senioren (ab 65 Jahren): EUR 3
Studenten (19-27 J.): EUR 3
Im öffentlichen Freiraum manifestiert sich die gesellschaftliche Verfasstheit. Geschriebene und ungeschriebene Regeln zu seiner Benutzung orientieren sich an den gültigen sozialen und kulturellen Codices. Wer den Park, den Platz, die Straße aufsucht oder meidet, wer eingeladen ist und wer nicht, wird aber ebenso durch die äußere Erscheinung, die Gestalt des Freiraumes und seiner Einrichtung festgelegt. Freiheitsgrade, die diese Determinanten offenhalten, werden durch Landschaftsarchitekt_innen bewusst gesetzt, wenn es das Regulativ der Planungspolitik zulässt. Der versteckten oder offenen Steuerung von Freiheiten liegt dieser komplexe Prozess zugrunde.

Lilli Lička, Univ. Prof. DI
Lilli Lička is professor in Landscape Architecture at the University of Natural Resources and Life Sciences BOKU Vienna. Her projects focus on public open spaces, housing and corporate landscapes. She co-curates an online-collection on contemporary Austrian landscape architecture and heads the LArchiv Archive of Austrian Landscape Architecture. Lilli was principal of koselicka 1991—2016 and opened LL-L landscape architecture in 2017.

#ValueofFreedom21
Treffpunkt: Kassa, Belvedere 21; Arsenalstraße 1, 1030 Wien
Kontakt: +43 1 79557-770, public21@belvedere.at
Veranstaltungsart:
Expertenführungen & Künstlergespräche
18.30 - 19.30
Nicolas Jasmin, O. T. (exhaust LC#4), 2018 (Detail)
KURATORINNENFÜHRUNG MIT LUISA ZIAJA

Nicolas Jasmin und Andere Arbeiten

Belvedere 21Belvedere
Erwachsene: EUR 4
Jahreskartenbesitzer Belvedere: Veranstaltung kostenlos mit gültigem Eintrittsticket
Freunde des Belvedere: Veranstaltung kostenlos mit gültigem Eintrittsticket
Senioren (ab 65 Jahren): EUR 4
Studenten (19-27 J.): EUR 4
Nicolas Jasmins Einzelausstellung im Belvedere 21 versammelt Arbeiten aus Werkserien der letzten sieben Jahre in einer architektonischen Intervention. Kuratorin Luisa Ziaja führt durch die Ausstellung und erläutert die grundlegende Herangehensweise des Künstlers wie auch die spezifischen architektonischen, künstlerischen und kuratorischen Setzungen im konkreten Kontext.

#NicolasJasmin
Treffpunkt: Kassa, Belvedere 21; Arsenalstraße 1, 1030 Wien
Kontakt: +43 1 79557-770, public21@belvedere.at
Veranstaltungsart:
Expertenführungen & Künstlergespräche
19.00 - 20.00
BUCHPRÄSENTATION UND GESPRÄCH

Sergej Eisensteins Disney (2017) und Das Urphänomen Kunst (2018)

Salon für KunstbuchBelvedere
Veranstaltung kostenlos
Gäste im Salon: Oksana Bulgakowa und Dietmar Hochmuth
 
In seinem theoretischen Lebenswerk Methode (1932-1948) suchte der sowjetische Regisseur Sergej Eisenstein nach Verbindungen zwischen archaischen Denkstrukturen und Kunstverfahren. Das umfangreiche Manuskript, dessen komplette Fassung (ca. 1560 Seiten) zum ersten Mal von dem Berliner Verlag PotemkinPress veröffentlicht wurde, gleicht einer fragmentarischen Enzyklopädie, deren Sinn sich aus der Montage von Texten, Zitaten, Tagebuchnotizen, Erinnerungen, fremden Briefen, Zeichnungen, Zeitungsausschnitten und sogar Wäscherechnungen ergibt. Der Autor bewegte sich zwischen den verschiedensten Disziplinen (Psychologie, Psychoanalyse, Anthropologie, Sprachwissenschaft, Ästhetik sowie Kunst-, Literatur-, Musik-, Theater- und Filmwissenschaft), aber auch Sprachen (Russisch, Deutsch, Englisch, Französisch, Italienisch).
Übersetzungen der Teile aus dieser Ausgabe (ins Deutsche und ins Englische) erschienen und erscheinen nach und nach in Einzelausgaben. Zwei davon, Disney (2017) und Das Urphänomen Kunst (2018) werden am 23. Januar im Belvedere 21 vorgestellt. Wenn Sie wissen wollen, was die Bewegung eines Huhns mit der Entwicklung der Handlung im Melodrama gemein hat, die Manier Manets und Zolas mit dem Sehen der Spinne, Goethes Auslegung der Gestensprache von Teilnehmern an Leonardos Abendmahl mit Balzacs Neigung zu Geheimgesellschaften, die Bisexualität der Götter mit der Mysogenie von Meisterdetektiven, die Filmmontage mit der Familie der Plattwürmer und dem Osiris-Mythos und wodurch sich die metonymische Situation bei Shakespeare von der metaphorischen bei Chesterton unterscheidet, müssen diese Bücher lesen. Auf der Suche nach dem Urphänomen der Kunst und einer Erklärung für Disneys unwiderstehliche Wirkung bewegt sich Eisenstein vom Zirkus zu Bach, von dort aus zu Fântomas, Sherlock Holmes und Ellery Queen, sieht er in Mark Twain einen Doppelgänger Dostojewskis und untersucht Rhythmus, Bewegung, Komposition in der Malerei, die Sprache der Gegenstände bei Swift und das konkrete Denken bei Tolstoi, sein Fiasko in Hollywood und Ben Jonson, als dessen Doppelgänger er sich selbst sieht.
 
Oksana Bulgakowa, Professorin für Filmwissenschaft und -geschichte an der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz und z.Zt. Senior Fellow am ifk Wien, ist eine in Moskau geborene Wissenschaftlerin, die seit Ender 70er Jahre in Berlin lebt. Sie hat zahlreiche Bücher über das russische und deutsche Kino verfasst und herausgegeben; Filme gemacht (u.a. Die verschiedenen Gesichter des Sergej Eisenstein/1998, zusammen mit Dietmar Hochmuth), Ausstellungen kuratiert und Multimediaprojekte entwickelt (die Webseite The Visual Universe of Sergei Eisenstein, Daniel Langlois-Foundation, Montreal/2005, und die interaktive DVD Factory of Gestures. Body Language in Film, Stanford Humanities Lab/2008).
 
Dietmar Hochmuth, geboren 1954 in Berlin, damals DDR; studierte Filmregie in Moskau, drehte als Regisseur und Autor drei Kinospielfilme bei der DEFA in Babelsberg und später ca. 25 Dokumentarfilme, hauptsächlich fürs Fernsehen (arte, ZDF, 3sat, NDR, SR, ORB). In Ergänzung zum Filmemachen lehrte an verschiedenen Filmhochschulen, Fachhochschulen und Universitäten und ist als Autor, Übersetzer, Herausgeber und Verleger (www.PotemkinPress.com) tätig.
Treffpunkt: Kassa, Belvedere 21; Arsenalstraße 1, 1030 Wien
Kontakt: +43 1 79557-770, public21@belvedere.at
Veranstaltungsart:
Expertenführungen & Künstlergespräche
12.30 - 13.30
Ein Tag für die Skulptur

Fritz Wotruba. Denkmäler, Skulptur und Gesellschaft

Belvedere 21Belvedere
Erwachsene: EUR 4
Jahreskartenbesitzer Belvedere: Veranstaltung kostenlos mit gültigem Eintrittsticket
Freunde des Belvedere: Veranstaltung kostenlos mit gültigem Eintrittsticket
Senioren (ab 65 Jahren): EUR 4
Studenten (19-27 J.): EUR 4
Gesellschaft prägt Kunst und Kunst prägt Gesellschaft. Beides ist untrennbar miteinander verbunden. Wie betrachten wir dreidimensionale Kunst? Auf welche Weise spiegelt sich in ihr der Zeitgeist einer Epoche? Und kann Skulptur unser Weltbild beeinflussen oder gar verändern? Entdecken Sie mit uns einen ganzen Tag lang Dreidimensionales aus sechs Jahrhunderten und lassen Sie sich inspirieren.

Der österreichische Bildhauer Fritz Wotruba (1907–1975) setzte sich in seinem Werk intensiv mit gesellschaftlichen und politischen Fragen seiner Zeit auseinander. Anhand von Plastiken und Zeichnungen werden seine Denkmalprojekte in Österreich und Deutschland von den frühen 1930er-Jahren bis in die 1970er-Jahre, deren Fokus auf den Themenbereichen Arbeit, Opfer von politischer Gewalt sowie Künstlergedenken liegt, vorgestellt. Mit Kuratorin Gabriele Stöger-Spevak.

In Kooperation mit sculpture network
Treffpunkt: Kassa, Belvedere 21; Arsenalstraße 1, 1030 Wien
Kontakt: +43 1 79557-770, public21@belvedere.at
Veranstaltungsart:
Expertenführungen & Künstlergespräche
19.00 - 20.00
BUCHPRÄSENTATION, LESUNG UND GESPRÄCH

Milk / Milch. Gabe, Lust und Verlust

Salon für KunstbuchBelvedere
Veranstaltung kostenlos
Gast im Salon: Irini Athanassakis (Herausgeberin), Ernst Strouhal und Nik Thoenen
 
Am Anfang war also die Milch. Denn wenn das Leben gegeben wird, eine Gabe, wird ein weiteres Geben lebensnotwendig, das der (Mutter-)Milch. Die Milch, eine Gegebenheit, oder auch nicht, wird produziert, um gegeben und genommen, eigentlich lustvoll eingesogen zu werden.
Irini Athanassakis Arbeiten mit und zu Muttermilch begannen mit einer Serie von Tropfen aus Muttermilch auf Papier, rechts und links, beiläufigen hellen Flecken auf weißem Papier, und entwickelte sich in der Folge zu fragilen transparenten Mindmaps, assoziativen Kommentaren zur Anatomie der Brust, zu den Prozessen und Erfahrungen des Laktierens, des Kolostrums. Sie umschreiben Gedanken zur Mythologie, zur Technologie und zur Ökonomie des Stillens. Damit schreibt Athanassakis die lange Tradition der künstlerischen Arbeiten mit Körperflüssigkeiten in Weiß fort, kopiert und zitiert ohne Zögern Natur-, Sozial- und Kulturwissenschaften und Kunst und bringt diese ohne Kausalität auf milchigen Blättern in räumliche Nahverhältnisse, um schließlich für eine (Bio-)Praxis des unbedingten Gebens zu plädieren. Namhafte Autorinnen und Autoren begleiten diese Suche nach der Bedeutung des Milchozeans, dem – der indischen Mythologie zu Folge – alles entspringt. (Cows are mothers, too.)
Treffpunkt: Kassa, Belvedere 21; Arsenalstraße 1, 1030 Wien
Kontakt: +43 1 79557-770, public21@belvedere.at
Veranstaltungsart:
Expertenführungen & Künstlergespräche