zum Inhalt springen

Wotruba im Belvedere 21


Biographie Fritz Wotruba

Die Werke des Wiener Bildhauers Fritz Wotruba (1907-1975) zählen heute zu den Klassikern der modernen Plastik. Als erfolgreicher Künstler und Lehrer mehrerer Bildhauergenerationen, u.a. von Joannis Avramidis, Alfred Hrdlicka und Roland Goeschl, beeinflusste er maßgeblich die Bildhauerei der Nachkriegsjahrzehnte. Die Fritz Wotruba Privatstiftung im Belvedere 21 versteht sich als Kompetenzzentrum und Forschungsstätte für den Künstler sowie als Plattform für moderne Plastik und weiterführende Positionen im Bereich Figur, Körper und Raum. Neben der kontinuierlichen dokumentarischen Aufarbeitung des Werks von Fritz Wotruba werden die Ergebnisse in thematischen Ausstellungen im Belvedere 21 zur Schau gestellt.


Wotruba-Studiensaal

Ausstellungssaal, Studiensaal und Depot

Das Depot beherbergt den künstlerischen Nachlass Fritz Wotrubas, der aus rund 500 Plastiken aus Stein, Bronze, Gips und Ton, mehr als 2.500 Zeichnungen, rund 1.500 Druckgrafiken, einigen Ölbildern und Tapisserien besteht. Im Studiensaal steht Kuratorinnen und Kuratoren, Studierenden und anderen Interessierten eine umfangreiche Dokumentation – Archiv, Depot, Fotoarchiv und Bibliothek – für Recherchen zur Verfügung.

1958
Zwischen Bildhauer und Gebäude besteht auch ein historischer und inhaltlicher Zusammenhang. Das ehemalige 20er Haus war von Karl Schwanzer als Österreichpavillon für die Brüsseler Weltausstellung 1958 geplant worden. Fritz Wotruba erhielt den Auftrag für die Gestaltung eines monumentalen Figurenreliefs, das vor dem Pavillon aufgestellt wurde.

1962 bis 2001
Von 1962 bis 2001 diente das nach Wien transferierte Gebäude als Museum des 20. Jahrhunderts. Damit erfüllte sich Wotrubas langjährige kulturpolitische Forderung nach einem Museum für moderne Kunst in Wien. Wotrubas Relief wurde im angeschlossenen Skulpturengarten präsentiert.

1963
1963 fand im 20er Haus die erste große Wotruba-Retrospektive in Wien statt.

2002
Seit 2002 gehört der Bau zum Belvedere.

2011
Die Geschichte der Entstehung eines Museums für das Werk Fritz Wotrubas reicht bis in die späten 1960er-Jahre zurück. Die Bemühungen Fritz Wotrubas selbst, seiner Witwe und Erbin Lucy Wotruba, ab 1986 des von ihr testamentarisch verfügten Wotruba-Vereins und seit 2007 der Fritz Wotruba Privatstiftung als Eigentümerin des Nachlasses Wotrubas führten schließlich 2011 zu einer Lösung. Der Nachlass Fritz Wotrubas fand im November 2011 im ehemaligen 20er Haus im Schweizergarten, das unter der Leitung des Belvedere als Belvedere 21 ein neues Zentrum für zeitgenössische Kunst in Wien bildet, als Leihgabe der Fritz Wotruba Privatstiftung an das Belvedere eine neue Heimstätte

Quartier Belvedere, Arsenalstraße 1,
1030 Wien


Anfragen & Kontakt