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Franz Xaver Messerschmidt. Mehr als Charakterköpfe

Der Bildhauer Franz Xaver Messerschmidt lebt und arbeitet in einer Zeit kultureller und politischer Umbrüche. An seinen Porträts lässt sich die Hinwendung zu den Idealen der Aufklärung im 18. Jahrhundert ablesen: Das Bestreben, den Menschen als Individuum zu zeigen, tritt zunehmend an die Stelle barocker Repräsentation. Nun steht das unverwechselbare Aussehen im Vordergrund, nicht der Rang oder die Funktion. Gleichzeitig entwickeln sich jedoch in Wissenschaft, Medizin und Kunst neue Normen und Ideale, nach denen der Mensch vermessen und kategorisiert wird.

Ab den 1770er-Jahren arbeitet Messerschmidt ohne Auftrag an den sogenannten „Charakterköpfen“. In den von ihm schlicht Kopfstücke genannten Büsten steigert er Gesichtsausdrücke zu übertriebenen Grimassen. Bis heute ist nicht eindeutig geklärt, was uns die rätselhaften Objekte zu sehen aufgeben. Mit 16 Exemplaren verfügt das Belvedere über den größten Bestand von Werken aus dieser Serie, von der acht Stück hier präsentiert werden.

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