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title: Queering the Museum
language: de
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**Zeitraum:** Freitag, 7. Juni - Samstag, 8. Juni 2019

# Queering the Museum

## Anlässlich der Europride Vienna

© Belvedere, Wien  

Die Veranstaltungsreihe *Gemeinsame Wagnisse* fragt im Jahr 2019 nachdem guten (Zusammen-)Leben. Wie sieht eine solidarisch gelebte Nachbarschaft aus? Wie bleiben Menschen auch in unruhigen Zeiten handlungsfähig? Dafür gibt es ein Forum, in dem sich Künstler\*innen und Kulturarbeiter\*innen, Museumsbesucher\*innen und Flaneur\*innen, Interessierte und Engagierte, Dilettant\*innen und Professionelle austauschen und vernetzen.

Insgesamt vier Samstage sind in diesem Jahr Präsentationen, Vorträgen, Diskussionen, Lesungen und Performances aktueller Themen der Gemeinschaftlichkeit gewidmet. Jedes Mal wird ein lokales Gemeinschaftsprojekt oder das Vorhaben einer lokalen Baugruppe präsentiert. So wird eine spezifische Form der Erfahrung von Inhalt und Gemeinschaftlichkeit geschaffen. Bereits am Freitagabend stimmt ein Filmprogramm im Blickle Kino auf die Themen vom Samstag ein.

**Adresse:** Arsenalstraße 1, 1030 Wien

**Anmeldung:** Veranstaltungen kostenlos, Begrenzte Teilnehmer\*innenzahl

**Sprache:** Deutsch, Englisch

**Hashtag:** #JointVentures21

**Veranstalter\*innen:** Christiane Erharter, Claudia Slanar (Blickle Kino)

## Videos 

## Blickle Archive Series #36: Sabine Marte 

*Finale*, AT 2007, 4 Min., kein Dialog  
*No Beach Just Sand*, AT 2017, 14 Min., dt. OmeU  
*Helen A/B + das Meer*, AT 2006, 12 Min., dt. OF  
*Farewell to Hell*, AT 2014, 7 Min., dt. und engl. OF  
*Gras A/B*, AT 2003-04, 4 Min., dt. und engl. OF  
*b-star, untötbar!*, AT 2009, 7 Min., dt. OF  
*Ich möchte gerne einmal einen Horrorfilm machen*, AT 1999, 13 Min., dt. und engl. OF  
*PERFORMANCE Step behind the ropes, please! nr. 2*, AT 2002

In ihren Videos – die nur Teil ihrer Praxis als Performerin, Musikerin und Theatermacherin sind – führt Sabine Marte die Betrachter\*innen gerne auf unsicheres Terrain. Die Arbeiten sind verstörend und unheimlich, weil sie die gewohnten, auch ästhetischen Verhältnisse irritieren. Die Künstlerin experimentiert mit gängigen Narrativen, Historien und Geschlechterrollen und eignet sich Klischees aus Horrorfilmen, Science-Fiction oder Melodramen an. Diese bricht sie humor- und lustvoll. Auch die „Institution“ Sprache kommt in dieser queeren Praxis nicht zu kurz, denn mithilfe von Fragmentierung, Wiederholung und Übertreibung wird auch diese in ihre Einzelteile zerlegt und gehörig hinterfragt.

Die Vorführung im Blickle Kino spannt den Bogen vom medienreflexiven Video *Ich möchte gerne einmal einen Horrorfilm machen* (1999) bis zur neuesten *Arbeit No Beach Just Sand* (2017), in der in einer fulminanten Performance kapitalistische Durchhalteparolen des „Weitermachens“ mit erschöpfter Verweigerung quittiert werden. Im Anschluss Gespräch mit Sabine Marte.

## Queering the Museum 

Der zweite Teil von *Gemeinsame Wagnisse* legt den Fokus auf queere Themen in Museen. Der Verein Que\[e\]rbau Wien präsentiert mit den Gruppen Seestadt und Wildgarten die gemeinsamen Bauprojekte. Der Wiener Historiker Andreas Brunner zeigt die queere Seite des Prinzen Eugen von Savoyen. Die Londoner Kuratorin Clare Barlow spricht über die Ausstellung *Queer British Art 1861–1967*, die sie 2017 für die Tate Britain in London verwirklicht hat. Der polnische Kunsthistoriker und Kurator Paweł Leszkowicz diskutiert seine Ausstellung *Ars Homo Erotica*, die 2010 im Polnischen Nationalmuseum in Warschau zu sehen war. Präsentationen von queeren Geflüchteten und die Reinszenierung der Performance *Clever Gretel* der Künstlerin Stefanie Seibold aus dem Jahr 1999 beschließen das Programm. In der gemeinsamen Mittagspause wird in einer Führung durch die Ausstellung *Feuerstelle* eine queere Lesart des Œuvres von Christian Ludwig Attersee angeboten.

**Programm**

### XXXX, 11.00 XXXX

**Präsentation**

Que\[e\]rbau Wien, Verein für gemeinschaftliches Bauen und Wohnen

### XXXX, 12.00 XXXX

**Vortrag**

Andreas Brunner

*Der queere Prinz Eugen von Savoyen*

### XXXX, 13.00 XXXX

**Gemeinsame Mittagspause**  
und *Queering Attersee –* Führung durch die Ausstellung *ATTERSEE. Feuerstelle* mit Carola Fuchs.

### XXXX, 14.00 XXXX

**Präsentation**

Clare Barlow

*Queer British Art 1861–1967*

### XXXX, 15.00 XXXX

**Präsentation**

Paweł Leszkowicz

*Ars Homo Erotica*

### XXXX, 16.00 XXXX

**Präsentation**

Queer Base – Initiative für LGBTIQ-Geflüchtete

### XXXX, 17.00 XXXX

**Präsentation**

Stefanie Seibold

*Clever Gretel 1999-2019*

mit Charlotte Gash, Mette Riise Kristensen, Gašper Kunšič und Nora Kurzweil

**Hinweis**  
Am Sonntag, 9. Juni 2019 um 13 Uhr findet eine zusätzliche Aufführung der Performance  
*Clever Gretel 1999-2019* im Belvedere 21 statt.
