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title: Sommerkino im Belvedere 21
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**Zeitraum:** Freitag, 2. Juli - Sonntag, 1. August 2021

# Sommerkino im Belvedere 21

## Träume, die die Welt verändern

Drei Tage in Quiberon     Foto: Peter Hartwig / Rohfilm Factory, Dor Film, Sophie Dulac Productions  

Wovon haben wir als Gesellschaft einmal geträumt? Wovon träumen wir heute? Unter dem Titel *Träume, die die Welt verändern* versammelt das diesjährige Sommerkino im Skulpturengarten des Belvedere 21 Spiel- und Dokumentarfilme aus *Der Österreichische Film. Edition Der Standard*. Im zweiten Jahr einer welterschütternden Pandemie wird das Kino so zum Ort, an dem wir innehalten.

Bereits zum fünften Mal veranstaltet das Belvedere ein Sommerkino – heuer findet es wieder im Skulpturengarten des Belvedere 21 statt. Im Spannungsfeld von Nähe und Fernweh, von Utopien und konkreten Handlungen in Richtung Weltveränderung entfaltet sich ein Programm, das Klassiker wie Michael Hanekes *Caché* ebenso beinhaltet wie Milan Dors weniger oft gezeigten *Malambo* oder Sabine Derflingers ersten Spielfilm *Vollgas*, der die harte Realität des Lebens und Arbeitens in der Tourismusbranche nachzeichnet.

Es sind Geschichten von Entwurzelung und vom Zurechtfinden in einer radikal „anderen“ Welt – wie Maria Schraders *Vor der Morgenröte* über Stefan Zweig oder Sudabeh Mortezais *Macondo*, der vom elfjährigen Ramasan erzählt, der sich in einer Flüchtlingssiedlung am Rande Wiens zurechtfinden muss. Es geht aber auch um Sehnsucht, sich zu begegnen und (wieder) zu finden – ob dies im Dokumentarfilm *Nachtschichten* von Ivette Löcker, in Michael Glawoggers *Untitled*, der von Schnittmeisterin Monika Willi fertiggestellt wurde, oder im von der Kritik gefeierten *Toni Erdmann* von Maren Ade passiert.

Das Sommerkino im Belvedere 21 wird so zum Ort, an dem österreichische Filme aus 25 Jahren wieder und neu entdeckt werden können, die immer noch oder gerade wieder Aktualität besitzen; die uns einen konzentrierten Blick auf die jüngere Gegenwart erlauben – eine Ausnahme im Ausnahmezustand!

Info, ob Sommerkino im Freien stattfinden kann, täglich um 17 Uhr auf unserer [Facebook-Seite](https://www.facebook.com/belvedere21). Wir ersuchen Sie, während des gesamten Aufenthalts im Museum die [Besuchsregeln](https://www.belvedere.at/besuchsregeln) einzuhalten. Ankündigung vorbehaltlich der gesetzlichen Bestimmungen, geltenden Sicherheitsauflagen und Abstandsregeln. Änderungen im Programm vorbehalten.

**Kooperationspartner**

![Bild](https://www.belvedere.at/sites/default/files/styles/full_content_width_no_crop/public/2019-06/DER_STANDARD_schwarz.jpg.webp?itok=sczzzlHu)

![Logo Filmladen](https://www.belvedere.at/sites/default/files/styles/full_content_width_no_crop/public/2021-05/Filmladen_Logo.gif.webp?itok=vjuLltU_)

![Hoanzl Logo](https://www.belvedere.at/sites/default/files/styles/full_content_width_no_crop/public/2021-05/HOANZL-Logo.jpg.webp?itok=AIPzxo5p)

![Wien Heute Logo ](https://www.belvedere.at/sites/default/files/2019-07/w-heute-klein.jpg) 

![Radion Wien Logo](https://www.belvedere.at/sites/default/files/2019-07/radio-w-klein.jpg) 

![FM4 Logo](https://www.belvedere.at/sites/default/files/styles/full_content_width_no_crop/public/2021-05/FM4_Logo.jpg.webp?itok=EA1WxINR)

**Adresse:** Arsenalstraße 1, 1030 Wien

**Öffnungszeiten:** Das Museum ist an Spieltagen von 11 bis 21 Uhr geöffnet und präsentiert die Ausstellungen Maja Vukoje. Auf Kante (bis 29. August 2021), Lois Weinberger (2. Juli bis 26. Oktober 2021) und WOTRUBA. Himmelwärts (bis 13. März 2022).

**Buchung:** Für den Besuch des Sommerkinos benötigen Sie ein kostenloses Veranstaltungsticket zusätzlich zu Ihrem gültigen Eintrittsticket oder Ihrer Jahres- bzw. Freundekarte des Belvedere., Für die Teilnahme an der Veranstaltung benötigen Sie einen gültigen „getestet, geimpft oder genesen“-Nachweis. Die Registrierung vor Ort und das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes in geschlossenen Räumen sind verpflichtend.

**Sprache:** OdF (Original deutsche Fassung / tw. deutsche Untertitel) / außer Cachè: Französisch mit dt. UT

**Hashtag:** #SommerimBelvedere21

**Veranstalter\*innen:** Das Sommerkino im Skulpturengarten des Belvedere 21 findet in Kooperation mit dem Medienverlag Hoanzl und dem Filmladen Filmverleih statt.,

**Programmierung:** Claudia Slanar und Katharina Steinbrecher,

**Gastronomie:** Lucy Bar Belvedere 21 / DON

## Programm 

### FR, 2 JUL

##### 3 Tage in Quiberon

Deutsche Fassung, 116 Min.

Frankreich 1981: Der Journalist Michael Jürgs bekommt die Chance, den Weltstar Romy Schneider in dem kleinen bretonischen Ort für den STERN zu interviewen. Der geplante Termin entwickelt sich zu drei Tagen voller großer Emotionen, die alle Beteiligten an ihre Grenzen bringen ... Eine Geschichte, die auf wahren Begebenheiten beruht.

D / Ö / F 2018  
BUCH &amp; REGIE: Emily Atef  
PRODUZENT: Karsten Stöter  
KOPRODUZENTEN: Danny Krausz, Sophie Dulac, Michel Zana, Fred Premel, Undine Filter, Thomas Král, Kurt Stocker  
KAMERA: Thomas Kiennast  
SCHNITT: Hansjörg Weissbrich  
SZENENBILD: Silke Fischer  
KOSTÜME: Janina Audick

### SA, 3 JUL

##### Vor der Morgenröte

Deutsche Fassung, 106 Min.

*Vor der Morgenröte* erzählt episodisch aus dem Leben des österreichischen Schriftstellers Stefan Zweig im Exil. Auf dem Höhepunkt seines weltweiten Ruhms wird er in die Emigration getrieben und verzweifelt angesichts des Wissens um den Untergang Europas, den er schon früh voraussieht. Die Geschichte eines Flüchtlings, die Geschichte vom Verlieren der alten und dem Suchen nach einer neuen Heimat.  
Rio de Janeiro, Buenos Aires, New York, Petrópolis sind vier Stationen im Exil von Stefan Zweig, die ihn trotz sicherer Zuflucht, gastfreundlicher Aufnahme und überwältigender tropischer Natur keinen Frieden finden lassen und ihm die Heimat nicht ersetzen können. Ein bildgewaltiger historischer Film über einen großen Künstler und dabei ein Film über die Zeit, in der Europa auf der Flucht war.

D / FR / Ö 2016  
REGIE: Maria Schrader  
DREHBUCH: Maria Schrader, Jan Schomburg  
PRODUZENTEN: Stefan Arndt, Uwe Schott, Pierre-Olivier Bardet, Danny Krausz, Kurt Stocker, Denis Poncet  
KAMERA: Wolfgang Thaler  
TON: Philippe Garnier  
SCHNITT: Hansjörg Weissbrich, BFS  
SZENENBILD: Silke Fischer  
KOSTÜMBILD: Jürgen Döring

### SO, 4 JUL

##### Ein Augenblick Freiheit

Deutsche Fassung, 110 Min.

Manchmal muss man Albträume durchleben, um seine Träume zu verwirklichen. In seinem ersten Spielfilm erzählt Arash T. Riahi die Odyssee mehrerer Flüchtlinge ins heilige Land der Freiheit. Alle Geschichten basieren auf wahren Begebenheiten. Im Mittelpunkt steht die abenteuerliche Reise der beiden Jugendlichen Mehrdad und Ali, die das Mädchen Azy und den Jungen Arman aus dem Iran in die Türkei begleiten, von wo aus die Kinder zu ihren Eltern in Österreich gebracht werden sollen. Mit dieser Geschichte verwoben sind die Abenteuer eines iranischen Lehrers, seiner Frau und seines Sohnes sowie des Kurden Manu und des iranischen Regimekritikers Abbas, die dem Elend und der politischen Repression durch Überlebenswillen und Humor zu entfliehen suchen. Menschen brauchen Träume - und den Mut, diesen Träumen nachzugehen, auch wenn sie sich letztendlich in Luft auflösen.

Ö 2010  
BUCH &amp; REGIE: Arash T. Riahi  
PRODUZENTEN: Veit Heiduschka, Margaret Menegoz, Michael Katz  
KAMERA: Michi Riebl  
SCHNITT: Karina Ressler  
TON: Mohsan Nasiri  
AUSSTATTUNG: Christoph Kanter  
PRODUKTIONSLEITUNG: Ulrike Lässer

### FR, 9 JUL

##### Caché

Französische Fassung mit Deutschen Untertiteln, 117 Min.

Ein Thriller, der sich die Freiheit nimmt, nicht nur das Uhrwerk des Suspense, sondern auch die Politik, das Soziale und die jähen Machtverschiebungen zwischen den Menschen im Auge zu behalten. Man kann diesen Film, so spannend er ist, ebenso gut auch ein Melodram nennen oder eine politische Allegorie. Michael Haneke ist als Auteur zu stark und zu genau, um bloß ein Genre zu bedienen. Hanekes Arbeit, die seit je - durchaus im Sinn Robert Bressons - größtmöglicher Einfachheit, aber auch potenzieller Wandelbarkeit verpflichtet ist, hat sich mit *Caché* weiter verändert: Äußerlich gibt sie sich noch klarer, noch unverstellter, innerlich aber, in seinem Kern, wirkt dieser Film sogar noch komplexer als alle früheren Filme Hanekes: Es ist ein Film über den Schock des Verlusts an Privatheit, ein Film übers Bildermachen und über Frankreichs Geschichtstraumata.  
( STEFAN GRISSEMANN)

FR / Ö / D / IT 2005  
REGIE &amp; DREHBUCH: Michael Haneke  
PRODUZENTEN: Margaret Ménégoz, Veit Heiduschka  
KOPRODUZENTEN: Valerio de Paolis, Michael Weber  
KAMERA: Christian Berger  
TON: Jean-Paul Mugel, Jean-Pierre Laforce  
SCHNITT: Nadine Muse, Michael Hudecek

### SA, 10 JUL

##### Waldheims Walzer

Deutsche Fassung, 94 Min.

*Waldheims Walzer* ist ein Film über Lüge und Wahrheit. Über „alternative Fakten“. Über individuelles und kollektives Bewusstsein. Eine Analyse der Entlarvung des ehemaligen UN-Generalsekretärs Kurt Waldheim durch den Jüdischen Weltkongress. Und ein Lehrstück über den erfolgreichen Einsatz von antisemitischen Parolen und populistischer Propaganda während eines Wahlkampfes. (DER FALTER)

Ö 2018  
BUCH &amp; REGIE: Ruth Beckermann  
PRODUZENTIN: Ruth Beckermann  
MONTAGE: Dieter Pichler  
BILDBEARBEITUNG: Kurt Hennrich  
TONGESTALTUNG: Manuel Grandpierre, Rudi Pototschnig  
TONMISCHUNG: Bernhard Maisch  
KONZEPTUELLE MITARBEIT: Sebastian Brameshuber  
KOORDINATION POSTPRODUKTION: Rebecca Hirneise  
PRODUKTIONSLEITUNG: Hanne Lassl

### SO, 11 JUL

##### Macondo

Deutsche Fassung, 98 Min.

Ramasan muss viel Verantwortung übernehmen für einen Elfjährigen. In der traditionellen tschetschenischen Gesellschaft gilt er seit dem Tod seines Vaters als Mann im Haus, der sich um seine Mutter und seine zwei jüngeren Schwestern kümmern muss. Seine Welt ist in *Macondo* angesiedelt, einer rauen Flüchtlingssiedlung mitten im Industriegebiet am Stadtrand von Wien. Ramasan spricht viel besser Deutsch als seine Mutter Aminat, und er agiert bei Amtswegen oft als Übersetzer für sie. Aminat ist auf seine Hilfe angewiesen, muss sie doch mit dem Verlust ihres Mannes, der Flucht aus Tschetschenien und dem harten Alltag als berufstätige, alleinerziehende Mutter in einer fremden Gesellschaft zurechtkommen. Ramasans enge Welt bricht auf, als Isa, ein Kriegskamerad des toten Vaters, in die Wohnsiedlung einzieht. Doch als Aminat beginnt, sich für Isa zu interessieren, beginnt für Ramasan ein emotionaler Konfl ikt. Er fühlt den Drang, das Bild des toten Vaters zu beschützen … *Macondo*, der erste Spielfi lm von Sudabeh Mortezai, feierte seine Weltpremiere im Wettbewerb der Berlinale 2014.

Ö 2014  
REGIE &amp; DREHBUCH: Sudabeh Mortezai  
PRODUZENTEN: Oliver Neumann, Sabine Moser  
KAMERA: Klemens Hufnagl | SCHNITT: Oliver Neumann | TON &amp; SOUNDDESIGN: Atanas Tcholakov | KOSTÜMBILD: Carola Pizzini | SZENENBILD: Julia Libiseller

### FR, 16 JUL

##### Bauer unser

Deutsche Fassung, 92 Min.

Robert Schabus’ Dokumentarfilm und Publikumserfolg zeigt gleichermaßen ungeschönt wie unaufgeregt, wie es in der österreichischen Landwirtschaft zugeht. So vielfältig die Bauern, vom Biobauern bis zum konventionellen Agraringenieur, so einhellig der Tenor: So wird es nicht weitergehen. Es läuft etwas falsch. Das Mantra der Industrie - schneller, billiger, mehr - wird zunehmend fragwürdig.

Ö / B / F 2016  
IDEE &amp; REGIE: Robert Schabus  
PRODUZENT: Helmut Grasser  
HERSTELLUNGSLEITUNG: Katharina Bogensberger  
KAMERA: Lukas Gnaiger  
TON: Bertram Knappitsch  
MONTAGE: Paul M. Sedlacek, Robert Schabus  
MUSIK: Andreas Frei

### SA, 17 JUL

##### Nachtschichten

Deutsche Fassung, 97 Min.

*Nachtschichten* zeigt Menschen in Berlin, die tagsüber unsichtbar bleiben und die Nacht für ihre Existenz gewählt haben. Die Idee war, sie auf ihren Wegen durch die Nacht zu begleiten, um die Motive für ihren versetzten Lebensrhythmus zu ergründen und die Gestalt und Ordnung der heutigen Großstadtnacht erfahrbar zu machen. Manche arbeiten und leben freiwillig in der Nacht, andere hat das Schicksal dazu gezwungen; wieder andere nutzen die Dunkelheit, um im Geheimen zu operieren, manche finden in ihr ein neues Zuhause. Meine Intention war es, die Spannung zwischen einer pragmatischen Routine, mit der die Nacht verbracht oder organisiert wird, und den existenziellen Sehnsüchten und Ängsten, die scheinbar unweigerlich hervorgerufen werden, filmisch zu erforschen.“  
(IVETTE LÖCKER)

Ö 2010  
BUCH &amp; REGIE: Ivette Löcker  
PRODUZENTEN: Ralph Wieser, Georg Misch  
KAMERA: Frank Amann  
TON: Gailute Miksyte  
SCHNITT: Michael Palm  
AUFNAHMELEITUNG: Caroline Kirberg  
DRAMATURGISCHE BERATUNG: Michael Palm, Colleen Scheepers  
PRODUKTIONSLEITUNG: David Bohun

### SO, 18 JUL

##### Workingman’s Death

Deutsche Fassung, 122 Min.

Verschwindet körperliche Schwerstarbeit, oder wird sie nur unsichtbar? Wo ist sie im 21. Jahrhundert noch zu finden? Dieser Film folgt den Spuren von Helden in die illegalen Minen der Ukraine, spürt Geister unter den Schwefelarbeitern in Indonesien auf, begegnet Löwen in einem Schlachthof in Nigeria, bewegt sich unter Brüdern, die ein riesiges Tankschiff in Pakistan zerschneiden, und hofft mit chinesischen Stahlarbeitern auf eine glorreiche Zukunft. Diese ist aber mittlerweile in Deutschland angekommen, wo eine gewaltige und einst hochproduktive Hochofenanlage in einen Freizeitpark verwandelt wurde.

Ö 2005  
BUCH &amp; REGIE: Michael Glawogger  
PRODUZENTEN: Erich Lackner, Mirjam Quinte, Pepe Danquart  
KAMERA: Wolfgang Thaler  
SCHNITT: Monika Willi, Ilse Buchelt  
ORIGINALTON: Paul Oberle, Ekkehart Baumung  
MUSIK: John Zorn  
PRODUKTIONSLEITUNG: Peter Wirthensohn

### FR, 23 JUL

##### Blue Moon

Deutsche Fassung, 90 Min.

*Blue Moon*, das Spielfilmdebüt von Andrea Dusl, beginnt in Großenzersdorf am leeren Autokino-Parkplatz. Dort, wo man gewöhnlich erfundene Abenteuer anderer sieht, findet sich Pichler (Josef Hader), eigentlich nur Überbringer eines Geldkuverts, unversehens an der Seite einer jungen, schönen Frau (Viktoria Malektorovych) in einem Auto wieder, dessen Besitzer ausgetrickst zurückbleibt. Die Fahrt geht gen Osten, so lange, bis es nicht mehr weitergeht: Am Schwarzen Meer, im Hafen von Odessa, wird Pichler den finalen Sprung ins kalte Wasser wagen. Bis es so weit ist, verliert er die Frau erst einmal aus den Augen. begibt sich mit ein paar vagen Anhaltspunkten auf die Suche nach ihr.  
(ISABELLA REICHER)

Ö 2002  
BUCH &amp; REGIE: Andrea Maria Dusl  
PRODUZENTEN: Erich Lackner, Klaus Priding  
KAMERA: Wolfgang Thaler  
SCHNITT: Karina Ressler, Andrea Wagner  
MUSIK: Christian Fennesz, Peter Dusl, Yuri Naumov

### SA, 24 JUL

##### Malambo

Deutsche Fassung, 92 Min.

*Malambo* porträtiert eine liebenswerte Gemeinschaft von „Wolkenschiebern“ und „Luftschlossbauern“, die von einem anderen Leben träumen: Chris (Klaus Rohrmoser), der es dem Entfesselungskünstler Harry Houdini gleichtun will; der großspurige Mischa, dessen Charme Chris einfach erliegt; und Nada, die zielstrebig an ihrem Ausstieg arbeitet, letztlich aber sich und ihren Freunden treu bleibt.

Ö 1984  
BUCH, REGIE &amp; PRODUZENT: Milan Dor  
KAMERA: Toni Peschke  
SCHNITT: Eliska Stibr  
MUSIK: Flora St. Loup

### SO, 25 JUL

##### **Toni Erdmann**

Deutsche Fassung, 162 Min.

Winfried (Peter Simonischek) ist ein 65-jähriger, einfühlsamer Musiklehrer mit Hang zu Scherzen, der mit seinem alten Hund zusammenlebt. Seine Tochter Ines (Sandra Hüller) hingegen ist das Gegenteil: Als ehrgeizige Unternehmensberaterin reist sie um die Welt von einem Projekt zum nächsten, um die Karriereleiter steil nach oben zu klettern. Vater und Tochter bekommen sich daher nicht oft zu sehen, aber das wird schlagartig anders, als Winfrieds Hund stirbt und er daraufhin beschließt, Ines unangekündigt bei der Arbeit in Bukarest zu besuchen. Wegen seiner Witze und der unterschwelligen Kritik an ihrem Lebensstil kracht es schon bald zwischen den beiden. Und dann verwandelt sich Winfried auch noch in sein Alter Ego Toni Erdmann: Das Gebiss ist schief, der Anzug sitzt schlecht und auf dem Kopf hat er eine Perücke. Der schräge Vogel behauptet, Personalcoach zu sein, bringt Ines vor ihren Kollegen in einige peinliche Situationen — aber die Verkleidung sorgt auch dafür, dass sie und ihr Vater sich annähern …

D / Ö 2016  
BUCH &amp; REGIE: Maren Ade  
PRODUZENTEN: Janine Jackowski, Jonas Dornbach, Maren Ade (Komplizen Film), Michel Merkt (KNM)  
KAMERA: Patrick Orth  
SZENENBILD: Silke Fischer  
KOSTÜMBILD: Gitti Fuchs  
MASKE: Monika Münnich, Wiltrud Derschmidt  
CASTING: Nina Haun  
SCHNITT: Heike Parplies  
TON: Patrick Veigel

### FR, 30 JUL

##### **Untitled**

Deutsche Fassung, 107 Min.

Mehr als zwei Jahre nach dem plötzlichen Tod von Michael Glawogger im April 2014 realisiert Monika Willi einen Film aus jenem Material, das während der vier Monate und 19 Tage dauernden Reise durch den Balkan, Italien, Nordwest- und Westafrika entstanden ist. Eine Reise durch die Welt, um zuzuhören, zu beobachten und zu erleben — mit aufmerksamen Augen, mutig und offen. Serendipity ist das Konzept dieses Films — vom Dreh bis zum Schnitt.  
„Ich wollte die kraftvollen und poetischen Szenen so verdichten, dass aus dem gedrehten Material jenes vielgestaltige Porträt der Welt hervortritt, das der Monumentalität, die jedem menschlichen und tierischen Alltag innewohnt, gerecht wird.“ (MONIKA WILLI)

Ö 2017  
REGIE: Michael Glawogger, Monika Willi  
DREHBUCH: Michael Glawogger, Attila Boa, Monika Willi  
PRODUZENTEN: Tommy Pridnig, Peter Wirthensohn  
KAMERA: Attila Boa  
SCHNITT: Monika Willi  
MUSIK: Wolfgang Mitterer  
TONGESTALTUNG: Tobias Fleig, Matz Müller, Erik Mischijew, Manuel Siebert  
DEUTSCHE FASSUNG GESPROCHEN VON: Birgit Minichmayr  
INTERNATIONALE FASSUNG GESPROCHEN VON: Fiona Shaw

### SA, 31 JUL

##### **Vollgas**

Deutsche Fassung, 96 Min.

Beim „Vollgas geben“ mit Vodka, Bier und One-Night-Stands ist die Kellnerin Evi (Henriette Heinze) vorne mit dabei. Daneben gibt es noch ein anderes Leben zu bewältigen: Dann, wenn es hell wird, muss Tochter Paula (Philomena Wolfingseder) zur Schule gebracht werden, Ein annähernd normales Familiendasein aufrecht zu erhalten erfordert zusätzliche Kraft. *Vollgas* erzählt also auch, ganz unsentimental und konsequent, von den Bedingungen, unter denen Arbeit heute stattfindet: von Arbeitsverhältnissen auf Zeit, von der neuen „Flexibilität“. Das ist der Hintergrund, vor dem hier im Akkord ausgeschenkt wird - im Restaurant (morgens), auf der Piste (mittags), in der Disco (abends).  
(ISABAELLA REICHER)

Ö 2001  
REGIE &amp; DREHBUCH: Sabine Derflinger  
PRODUZENTEN: Heinz Stussak, Michael Seeber  
KAMERA: Bernhard Pötscher  
SCHNITT: Karina Ressler  
MUSIK: Johannes Konecny

### SO, 1 AUG

##### **Die fetten Jahre sind vorbei**

Deutsche Fassung, 126 Min.

Dass die Güter dieser Welt ungerecht verteilt sind, ist allen klar, wie das zu ändern ist hingegen nicht so ganz. Die Freunde Jan und Peter haben ihren eigenen Weg gefunden: Nachts brechen sie in Villen ein, nicht um zu klauen, sondern um das Mobiliar auf den Kopf zu stellen. Ihre hinterlassenen Botschaften lauten: „Die fetten Jahre sind vorbei“ oder „Sie haben zu viel Geld“ – unterzeichnet mit „Die Erziehungsberechtigten“. Jule, die eigentlich mit Peter liiert ist, und Jan verlieben sich ineinander. Im Überschwang der Gefühle steigen sie zu zweit in eine Villa ein und werden dabei vom Besitzer überrascht. Dafür haben die selbst ernannten Erziehungsberechtigten keinen Plan – und unversehens werden sie zu Entführern …

Ö 2004  
REGIE: Hans Weingartner  
DREHBUCH: Katharina Held, Hans Weingartner  
PRODUZENTEN: Hans Weingartner, Antonin Svoboda  
KAMERA: Matthias Schellenberg, Daniela Knapp  
TON: Stefan Soltau  
SCHNITT: Dirk Oetelshoven, Andreas Wodraschke  
KOMPONIST: Andreas Wodraschke  
PRODUKTIONSLEITUNG: Karsten Aurich
