Biografien / Biographies

Friedrich Kiesler

 

1890
Geburt am 22. September 1890 in Tscherniwzi (Ukraine, damals Österreich-Ungarn).

1908–09
Architekturstudium an der Bauschule der k. k. Technischen Hochschule, Wien.

1910–13
Studium Malerei und Kupferstecherei an der Akademie der bildenden Künste, Wien.

1914
Mit Ausbruch des Ersten Weltkriegs Einberufung zum Militärdienst.

1924
Künstlerischer Leiter der Internationalen Ausstellung neuer Theatertechnik im Rahmen des Musik- und Theaterfests der Stadt Wien. Entwicklung des Leger- und Trägersystems und der Raumbühne.

1925
Gestaltung der Theaterabteilung der österreichischen Sektion der Exposition internationale des arts décoratifs et industriels modernes, Paris. Weiterentwicklung des Leger- und Trägersystems zur Raumstadt.

1926
Übersiedlung nach New York.

1929
Eröffnung des Film Guild Cinema mit einer veränderbaren Projektionsfläche (Screen-o-scope), New York.

1935–36
Gestaltung des Mergentime Apartment, New York, u. a. entsteht der Nesting Table.

1937
Gründung des Laboratory for Design Correlation an der Columbia University, New York.

1942
Gestaltung von Peggy Guggenheims Galerie-Museum Art of This Century, New York.

1947
Entwurf der Salle de superstition für die Exposition internationale du surréalisme, Paris. Erste autonome skulpturale Kunstwerke entstehen, u. a. Totem for All Religions.

1949
Publikation des „Manifeste du Corréalisme“.

1950
Präsentation des ersten Modells eines Endless House in der Kootz Gallery, New York.

1952
Präsentation der Galaxy for Nelson Rockefeller sowie der 19-teiligen Galaxy in der Ausstellung 15 Americans im Museum of Modern Art, New York.

1957
Gründung des Architekturbüros Kiesler and Bartos Architects (Auflösung 1962).

1958
Auftrag für die Umsetzung des Endless House als vollmaßstäbliches Modell im Garten des Museum of Modern Art, New York (nicht ausgeführt).

1960
Präsentation des großen Modells für ein Endless House in der Ausstellung Visionary Architecture im Museum of Modern Art, New York.

1961
Beginn der Arbeit an der Werkgruppe der Landscape Sculptures, u.a. The Marriage of Heaven and Earth, 1961–62/64, und The Saviour has Risen, 1964.

1962
Beginn der Konzeption einer Grotto for Meditation für die New Harmony Community, Indiana (nicht ausgeführt).

1963
Besuch von Walter Pichler bei Kiesler.

1965
Eröffnung des Shrine of the Book in Jerusalem.
Friedrich Kiesler stirbt am 27. Dezember in New York.

 

Walter Pichler

 

1936
Geburt am 1. Oktober in Deutschnofen / Nova Ponente, Italien.

1952–55
Besuch der Bundesgewerbeschule in Innsbruck, Ausbildung in Dekorations- und Schriftenmalerei.

1955–59
Grafikstudium an der heutigen Universität für angewandte Kunst Wien.

1960
Erste plastische Arbeiten entstehen, u. a. Alte Figur (1960–63).

1962
Kennenlernen von Hans Hollein in der Wiener Galerie St. Stephan. Gemeinsames Interesse an antifunktionalistischen Architekturkonzepten.

1963
Ausstellung Hans Hollein – Walter Pichler. Architektur. Work in Progress in der Galerie St. Stephan. Das Museum of Modern Art, New York, erwirbt einige der präsentierten Zeichnungen.
Von Mai bis November Aufenthalt in New York, dort Treffen mit Friedrich Kiesler.

1965
Redaktionelle Mitarbeit und Gestaltung für die Zeitschrift Bau. Schrift für Architektur und Städtebau.

1966
Redaktionsmitglied der Zeitschrift Bau (bis Mitte 1967). 
Der Fauteuil Galaxy 1 entsteht im Auftrag der Firma R. Svoboda & Co. Erste Prototypen entstehen, darunter Großer Raum (Prototyp 3).

1968
Teilnahme an der documenta 4, Kassel.
Präsentation des Galaxy 1 auf der ersten UNO-Weltraumkonferenz UNISPACE I, Wien.

1970
Entstehung der Sitzgruben in Breitenbrunn, Burgenland, sowie von Tragbarer Schrein.

1971
Erste umfassende Einzelausstellung im Museum des 20. Jahrhunderts, Wien. Parzellierung des Erdgeschosses mit textilen Wänden.

1972
Erwerb eines Bauernhofs in St. Martin an der Raab, Südburgenland. In den folgenden Jahrzehnten Realisierung zahlreicher Um- und Zubauten für die eigenen Plastiken.

1977
Teilnahme an der documenta 6, Kassel.

1982 
Österreichischer Pavillon auf der 40. Biennale di Venezia.

1990 
Im MAK – Museum für angewandte Kunst, Wien, entsteht die permanente Arbeit Tor zum Garten.

1993
Bau der Halle in Syros, Griechenland.

1994
Beginn der Bauprojekte Haus neben der Schmiede (fertiggestellt 2002) und Plattform über dem Bach (fertiggestellt posthum 2014) im Eggental, Südtirol, Italien.

1996
Baubeginn der Passage, Aldrans bei Innsbruck (fertiggestellt 2011).

1998
Ausstellung Pichler. Prototypen 1966–69 in der Generali Foundation, Wien.

2001
Ausstellung Walter Pichler. Drawings, Sculptures, Architecture, Barbara Gladstone Gallery, New York.

2011
Ausstellung Walter Pichler. Skulpturen Modelle Zeichnungen, MAK – Museum für angewandte Kunst, Wien.

2012
Walter Pichler stirbt am 16. Juli in Wien.

 

Sonia Leimer

 

Sonia Leimer

Geboren 1977 in Meran, Italien. Lebt und arbeitet in Wien.

Ausbildung

1996–2000 
Studium der Architektur, Technische Universität Wien

2000–2004 
Studium der Architektur, Akademie der bildenden Künste Wien

Lehraufträge

2012–16
Akademie der bildenden Künste Wien

2017–18
„Installation und Architektur“, Abteilung Architektur und Kunst, ETH Zürich

2019
Projektzusammenarbeit mit Alessandra Cianchetta, The Cooper Union – The Irwin S. Chanin School of Architecture, New York

Auszeichnungen (Auswahl)

2011 
Art Cologne Award for New Positions, Köln
Paul-Flora-Preis, Bozen, Italien

2017 
Quivid First Prize, Kunst am Bau, München

2018 
Edizione 4 des Italian Council, Direzione Generale Arte e Architettura contemporanee e Periferie urbane, Rom

Einzelausstellungen (Auswahl)

2024 
Sonia Leimer, The Cosmic House, Jencks Foundation, London
Space Dust, Heldenplatz, Wien

2023 
Platzhalter, MuseumsQuartier Wien

2022 
Eroberung des Nutzlosen, Neuer Kunstverein Wien

2021 
Via San Gennaro, MAN_Museo d’Arte Provincia di Nuoro, Italien

2020 
Space Junk, Museion, Bozen, Italien

2017 
Autoterritorium, Galerie im Taxispalais, Innsbruck

2014 
Wow!, Los Angeles Museum of Art, Los Angeles

2012 
Along those lines, Museion, Bozen, Italien

2011 
uns so weiter, Kunstverein basis, Frankfurt am Main

2010 
Neither in Motion nor at Rest, BAWAG Contemporary, Wien
No Site to Fall in, Salzburger Kunstverein, Salzburg

Gruppenausstellungen (Auswahl)

2024
Genossin Sonne, Kunsthalle Wien

2023 
Landscapes of Desire, 4. Biennale für Industriekunst, Labin, Raša, Pula und Rijeka, Kroatien

2022
LIAF 2022, Lofoten International Art Festival, Svolvær, Norwegen
Faking the Real. Kunst der Verführung, Kunsthaus Graz, Österreich

2021
How will we live together?, Biennale Architettura 2021, Venedig
PLANET LOVE. Klimafürsorge im Digitalen Zeitalter, Vienna Biennale for Change 2021, MAK – Museum für angewandte Kunst, Wien

2020 
Artissima Unplugged, GAM – Galleria Civica d’Arte Moderna e Contemporanea, Turin

2019 
Ticket to the Moon, Kunsthalle Krems, Österreich
Fly me to the Moon. 50 Jahre Mondlandung, Kunsthaus Zürich und Museum der Moderne Salzburg