Jenseits der Stille (07/2026-01/2027)
Erna Rosenstein
In den frühen 1930er-Jahren verbringt Rosenstein zwei Jahre in Wien, wo sie an der Frauenakademie studiert, sich einer kommunistischen Jugendorganisation anschließt und die Februarkämpfe 1934 unmittelbar erlebt. Aus dieser Zeit sind keine Werke der Künstlerin erhalten. Sie gingen verloren oder wurden angesichts der Verfolgung im von Nazideutschland besetzten Polen vernichtet. Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs findet Rosenstein zu einer expressiven Bildsprache. Die in der Ausstellung versammelten rund 80 Werke – Gemälde, Zeichnungen und Assemblagen sowie ausgewählte Gedichte – erzählen von Verfolgung und Flucht, von Verlust und Trauer, zugleich aber von Resilienz, von künstlerischer Unabhängigkeit und vom beharrlichen Willen zur Erneuerung.