Freitag, 2. Juli - Sonntag, 1. August 2021

Sommerkino im Belvedere 21

Träume, die die Welt verändern

Wovon haben wir als Gesellschaft einmal geträumt? Wovon träumen wir heute? Unter dem Titel Träume, die die Welt verändern versammelt das diesjährige Sommerkino im Skulpturengarten des Belvedere 21 Spiel- und Dokumentarfilme aus Der Österreichische Film. Edition Der Standard. Im zweiten Jahr einer welterschütternden Pandemie wird das Kino so zum Ort, an dem wir innehalten.

Bereits zum fünften Mal veranstaltet das Belvedere ein Sommerkino – heuer findet es wieder im Skulpturengarten des Belvedere 21 statt. Im Spannungsfeld von Nähe und Fernweh, von Utopien und konkreten Handlungen in Richtung Weltveränderung entfaltet sich ein Programm, das „Klassiker“ wie Michael Hanekes Caché ebenso beinhaltet wie Milan Dors weniger oft gezeigten Malambo oder Sabine Derflingers ersten Spielfilm Vollgas, der die harte Realität des Lebens und Arbeitens in der Tourismusbranche nachzeichnet.

Es sind Geschichten von Entwurzelung und vom Zurechtfinden in einer radikal „anderen“ Welt – wie Maria Schraders Vor der Morgenröte über Stefan Zweig oder Sudabeh Mortezais Macondo, der vom elfjährigen Ramasan erzählt, der sich in einer Flüchtlingssiedlung am Rande Wiens zurechtfinden muss. Es geht aber auch um Sehnsucht, sich zu begegnen und (wieder) zu finden – ob dies im Dokumentarfilm Nachtschichten von Ivette Löcker, in Michael Glawoggers Untitled, der von Schnittmeisterin Monika Willi fertiggestellt wurde, oder im von der Kritik gefeierten Toni Erdmann von Maren Ade passiert.

Das Sommerkino im Belvedere 21 wird so zum Ort, an dem österreichische Filme aus 25 Jahren wieder und neu entdeckt werden können, die immer noch oder gerade wieder Aktualität besitzen; die uns einen konzentrierten Blick auf die jüngere Gegenwart erlauben – eine Ausnahme im Ausnahmezustand!

 

Info, ob Sommerkino im Freien stattfinden kann, täglich um 17 Uhr auf unserer Facebook-Seite. Wir ersuchen Sie, während des gesamten Aufenthalts im Museum die Besuchsregeln einzuhalten. Ankündigung vorbehaltlich der gesetzlichen Bestimmungen, geltenden Sicherheitsauflagen und Abstandsregeln. Änderungen im Programm vorbehalten.

 

 

Medienpartner

 

 

 

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Adresse

Belvedere 21
Arsenalstraße 1
1030 Wien
Österreich

 

Öffnungszeiten

Das Museum ist an Spieltagen von 11 bis 21 Uhr geöffnet und präsentiert die Ausstellungen Maja Vukoje. Auf Kante (bis 29. August 2021) und Lois Weinberger (2. Juli bis 26. Oktober 2021).

 

 

Sprache
OmU
Hashtag
#SommerimBelvedere21
Veranstalter

Das Sommerkino im Skulpturengarten des Belvedere 21 findet in Kooperation mit dem Medienverlag Hoanzl und dem Filmladen Filmverleih statt.
 

Programmierung

Claudia Slanar und Katharina Steinbrecher
 

Gastronomie

Lucy Bar Belvedere 21 / DON

Programm

 

FR

2

JUL

3 Tage in Quiberon

Frankreich 1981: Der Journalist Michael Jürgs bekommt die Chance, den Weltstar Romy Schneider in dem kleinen bretonischen Ort für den STERN zu interviewen. Der geplante Termin entwickelt sich zu drei Tagen voller großer Emotionen, die alle Beteiligten an ihre Grenzen bringen ... Eine Geschichte, die auf wahren Begebenheiten beruht.

 

D / Ö / F 2018
BUCH & REGIE: Emily Atef
PRODUZENT: Karsten Stöter
KOPRODUZENTEN: Danny Krausz, Sophie Dulac, Michel Zana, Fred Premel, Undine Filter, Thomas Král, Kurt Stocker
KAMERA: Thomas Kiennast
SCHNITT: Hansjörg Weissbrich
SZENENBILD: Silke Fischer
KOSTÜME: Janina Audick

 

SA

3

JUL

Vor der Morgenröte

Vor der Morgenröte erzählt episodisch aus dem Leben des österreichischen Schriftstellers Stefan Zweig im Exil. Auf dem Höhepunkt seines weltweiten Ruhms wird er in die Emigration getrieben und verzweifelt angesichts des Wissens um den Untergang Europas, den er schon früh voraussieht. Die Geschichte eines Flüchtlings, die Geschichte vom Verlieren der alten und dem Suchen nach einer neuen Heimat.
Rio de Janeiro, Buenos Aires, New York, Petrópolis sind vier Stationen im Exil von Stefan Zweig, die ihn trotz sicherer Zuflucht, gastfreundlicher Aufnahme und überwältigender tropischer Natur keinen Frieden finden lassen und ihm die Heimat nicht ersetzen können. Ein bildgewaltiger historischer Film über einen großen Künstler und dabei ein Film über die Zeit, in der Europa auf der Flucht war.

 

D / FR / Ö 2016
REGIE: Maria Schrader
DREHBUCH: Maria Schrader, Jan Schomburg
PRODUZENTEN: Stefan Arndt, Uwe Schott, Pierre-Olivier Bardet, Danny Krausz, Kurt Stocker, Denis Poncet
KAMERA: Wolfgang Thaler
TON: Philippe Garnier
SCHNITT: Hansjörg Weissbrich, BFS
SZENENBILD: Silke Fischer
KOSTÜMBILD: Jürgen Döring

 

SO

4

JUL

Ein Augenblick Freiheit

Manchmal muss man Albträume durchleben, um seine Träume zu verwirklichen. In seinem ersten Spielfilm erzählt Arash T. Riahi die Odyssee mehrerer Flüchtlinge ins heilige Land der Freiheit. Alle Geschichten basieren auf wahren Begebenheiten. Im Mittelpunkt steht die abenteuerliche Reise der beiden Jugendlichen Mehrdad und Ali, die das Mädchen Azy und den Jungen Arman aus dem Iran in die Türkei begleiten, von wo aus die Kinder zu ihren Eltern in Österreich gebracht werden sollen. Mit dieser Geschichte verwoben sind die Abenteuer eines iranischen Lehrers, seiner Frau und seines Sohnes sowie des Kurden Manu und des iranischen Regimekritikers Abbas, die dem Elend und der politischen Repression durch Überlebenswillen und Humor zu entfliehen suchen. Menschen brauchen Träume - und den Mut, diesen Träumen nachzugehen, auch wenn sie sich letztendlich in Luft auflösen.

 

Ö 2010
BUCH & REGIE: Arash T. Riahi
PRODUZENTEN: Veit Heiduschka, Margaret Menegoz, Michael Katz
KAMERA: Michi Riebl
SCHNITT: Karina Ressler
TON: Mohsan Nasiri
AUSSTATTUNG: Christoph Kanter
PRODUKTIONSLEITUNG: Ulrike Lässer

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FR

9

JUL

Caché

Ein Thriller, der sich die Freiheit nimmt, nicht nur das Uhrwerk des Suspense, sondern auch die Politik, das Soziale und die jähen Machtverschiebungen zwischen den Menschen im Auge zu behalten. Man kann diesen Film, so spannend er ist, ebenso gut auch ein Melodram nennen oder eine politische Allegorie. Michael Haneke ist als Auteur zu stark und zu genau, um bloß ein Genre zu bedienen. Hanekes Arbeit, die seit je - durchaus im Sinn Robert Bressons - größtmöglicher Einfachheit, aber auch potenzieller Wandelbarkeit verpflichtet ist, hat sich mit Caché weiter verändert: Äußerlich gibt sie sich noch klarer, noch unverstellter, innerlich aber, in seinem Kern, wirkt dieser Film sogar noch komplexer als alle früheren Filme Hanekes: Es ist ein Film über den Schock des Verlusts an Privatheit, ein Film übers Bildermachen und über Frankreichs Geschichtstraumata.
( STEFAN GRISSEMANN)

 

FR / Ö / D / IT 2005
REGIE & DREHBUCH: Michael Haneke
PRODUZENTEN: Margaret Ménégoz, Veit Heiduschka
KOPRODUZENTEN: Valerio de Paolis, Michael Weber
KAMERA: Christian Berger
TON: Jean-Paul Mugel, Jean-Pierre Laforce
SCHNITT: Nadine Muse, Michael Hudecek

 

SA

10

JUL

Waldheims Walzer

Waldheims Walzer ist ein Film über Lüge und Wahrheit. Über „alternative Fakten“. Über individuelles und kollektives Bewusstsein. Eine Analyse der Entlarvung des ehemaligen UN-Generalsekretärs Kurt Waldheim durch den Jüdischen Weltkongress. Und ein Lehrstück über den erfolgreichen Einsatz von antisemitischen Parolen und populistischer Propaganda während eines Wahlkampfes. (DER FALTER)

 

Ö 2018
BUCH & REGIE: Ruth Beckermann
PRODUZENTIN: Ruth Beckermann
MONTAGE: Dieter Pichler
BILDBEARBEITUNG: Kurt Hennrich
TONGESTALTUNG: Manuel Grandpierre, Rudi Pototschnig
TONMISCHUNG: Bernhard Maisch
KONZEPTUELLE MITARBEIT: Sebastian Brameshuber
KOORDINATION POSTPRODUKTION: Rebecca Hirneise
PRODUKTIONSLEITUNG: Hanne Lassl

 

SO

11

JUL

Macondo

Ramasan muss viel Verantwortung übernehmen für einen Elfjährigen. In der traditionellen tschetschenischen Gesellschaft gilt er seit dem Tod seines Vaters als Mann im Haus, der sich um seine Mutter und seine zwei jüngeren Schwestern kümmern muss. Seine Welt ist in Macondo angesiedelt, einer rauen Flüchtlingssiedlung mitten im Industriegebiet am Stadtrand von Wien. Ramasan spricht viel besser Deutsch als seine Mutter Aminat, und er agiert bei Amtswegen oft als Übersetzer für sie. Aminat ist auf seine Hilfe angewiesen, muss sie doch mit dem Verlust ihres Mannes, der Flucht aus Tschetschenien und dem harten Alltag als berufstätige, alleinerziehende Mutter in einer fremden Gesellschaft zurechtkommen. Ramasans enge Welt bricht auf, als Isa, ein Kriegskamerad des toten Vaters, in die Wohnsiedlung einzieht. Doch als Aminat beginnt, sich für Isa zu interessieren, beginnt für Ramasan ein emotionaler Konfl ikt. Er fühlt den Drang, das Bild des toten Vaters zu beschützen … Macondo, der erste Spielfi lm von Sudabeh Mortezai, feierte seine Weltpremiere im Wettbewerb der Berlinale 2014.

 

Ö 2014
REGIE & DREHBUCH: Sudabeh Mortezai
PRODUZENTEN: Oliver Neumann, Sabine Moser
KAMERA: Klemens Hufnagl | SCHNITT: Oliver Neumann | TON & SOUNDDESIGN: Atanas Tcholakov | KOSTÜMBILD: Carola Pizzini | SZENENBILD: Julia Libiseller

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FR

16

JUL

Bauer unser

Robert Schabus’ Dokumentarfilm und Publikumserfolg zeigt gleichermaßen ungeschönt wie unaufgeregt, wie es in der österreichischen Landwirtschaft zugeht. So vielfältig die Bauern, vom Biobauern bis zum konventionellen Agraringenieur, so einhellig der Tenor: So wird es nicht weitergehen. Es läuft etwas falsch. Das Mantra der Industrie - schneller, billiger, mehr - wird zunehmend fragwürdig.

 

Ö / B / F 2016
IDEE & REGIE: Robert Schabus
PRODUZENT: Helmut Grasser
HERSTELLUNGSLEITUNG: Katharina Bogensberger
KAMERA: Lukas Gnaiger
TON: Bertram Knappitsch
MONTAGE: Paul M. Sedlacek, Robert Schabus
MUSIK: Andreas Frei

 

SA

17

JUL

Nachtschichten

Nachtschichten zeigt Menschen in Berlin, die tagsüber unsichtbar bleiben und die Nacht für ihre Existenz gewählt haben. Die Idee war, sie auf ihren Wegen durch die Nacht zu begleiten, um die Motive für ihren versetzten Lebensrhythmus zu ergründen und die Gestalt und Ordnung der heutigen Großstadtnacht erfahrbar zu machen. Manche arbeiten und leben freiwillig in der Nacht, andere hat das Schicksal dazu gezwungen; wieder andere nutzen die Dunkelheit, um im Geheimen zu operieren, manche finden in ihr ein neues Zuhause. Meine Intention war es, die Spannung zwischen einer pragmatischen Routine, mit der die Nacht verbracht oder organisiert wird, und den existenziellen Sehnsüchten und Ängsten, die scheinbar unweigerlich hervorgerufen werden, filmisch zu erforschen.“
(IVETTE LÖCKER)

 

Ö 2010
BUCH & REGIE: Ivette Löcker
PRODUZENTEN: Ralph Wieser, Georg Misch
KAMERA: Frank Amann
TON: Gailute Miksyte
SCHNITT: Michael Palm
AUFNAHMELEITUNG: Caroline Kirberg
DRAMATURGISCHE BERATUNG: Michael Palm, Colleen Scheepers
PRODUKTIONSLEITUNG: David Bohun

 

SO

18

JUL

Workingman’s Death

Verschwindet körperliche Schwerstarbeit, oder wird sie nur unsichtbar? Wo ist sie im 21. Jahrhundert noch zu finden? Dieser Film folgt den Spuren von Helden in die illegalen Minen der Ukraine, spürt Geister unter den Schwefelarbeitern in Indonesien auf, begegnet Löwen in einem Schlachthof in Nigeria, bewegt sich unter Brüdern, die ein riesiges Tankschiff in Pakistan zerschneiden, und hofft mit chinesischen Stahlarbeitern auf eine glorreiche Zukunft. Diese ist aber mittlerweile in Deutschland angekommen, wo eine gewaltige und einst hochproduktive Hochofenanlage in einen Freizeitpark verwandelt wurde.

 

Ö 2005
BUCH & REGIE: Michael Glawogger
PRODUZENTEN: Erich Lackner, Mirjam Quinte, Pepe Danquart
KAMERA: Wolfgang Thaler
SCHNITT: Monika Willi, Ilse Buchelt
ORIGINALTON: Paul Oberle, Ekkehart Baumung
MUSIK: John Zorn
PRODUKTIONSLEITUNG: Peter Wirthensohn

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FR

23

JUL

Blue Moon

Blue Moon, das Spielfilmdebüt von Andrea Dusl, beginnt in Großenzersdorf am leeren Autokino-Parkplatz. Dort, wo man gewöhnlich erfundene Abenteuer anderer sieht, findet sich Pichler (Josef Hader), eigentlich nur Überbringer eines Geldkuverts, unversehens an der Seite einer jungen, schönen Frau (Viktoria Malektorovych) in einem Auto wieder, dessen Besitzer ausgetrickst zurückbleibt. Die Fahrt geht gen Osten, so lange, bis es nicht mehr weitergeht: Am Schwarzen Meer, im Hafen von Odessa, wird Pichler den finalen Sprung ins kalte Wasser wagen. Bis es so weit ist, verliert er die Frau erst einmal aus den Augen. begibt sich mit ein paar vagen Anhaltspunkten auf die Suche nach ihr.
(ISABELLA REICHER)

 

Ö 2002
BUCH & REGIE: Andrea Maria Dusl
PRODUZENTEN: Erich Lackner, Klaus Priding
KAMERA: Wolfgang Thaler
SCHNITT: Karina Ressler, Andrea Wagner
MUSIK: Christian Fennesz, Peter Dusl, Yuri Naumov

 

SA

24

JUL

Malambo

Malambo porträtiert eine liebenswerte Gemeinschaft von „Wolkenschiebern“ und „Luftschlossbauern“, die von einem anderen Leben träumen: Chris (Klaus Rohrmoser), der es dem Entfesselungskünstler Harry Houdini gleichtun will; der großspurige Mischa, dessen Charme Chris einfach erliegt; und Nada, die zielstrebig an ihrem Ausstieg arbeitet, letztlich aber sich und ihren Freunden treu bleibt.

 

Ö 1984
BUCH, REGIE & PRODUZENT: Milan Dor
KAMERA: Toni Peschke
SCHNITT: Eliska Stibr
MUSIK: Flora St. Loup

 

SO

25

JUL

Toni Erdmann

Winfried (Peter Simonischek) ist ein 65-jähriger, einfühlsamer Musiklehrer mit Hang zu Scherzen, der mit seinem alten Hund zusammenlebt. Seine Tochter Ines (Sandra Hüller) hingegen ist das Gegenteil: Als ehrgeizige Unternehmensberaterin reist sie um die Welt von einem Projekt zum nächsten, um die Karriereleiter steil nach oben zu klettern. Vater und Tochter bekommen sich daher nicht oft zu sehen, aber das wird schlagartig anders, als Winfrieds Hund stirbt und er daraufhin beschließt, Ines unangekündigt bei der Arbeit in Bukarest zu besuchen. Wegen seiner Witze und der unterschwelligen Kritik an ihrem Lebensstil kracht es schon bald zwischen den beiden. Und dann verwandelt sich Winfried auch noch in sein Alter Ego Toni Erdmann: Das Gebiss ist schief, der Anzug sitzt schlecht und auf dem Kopf hat er eine Perücke. Der schräge Vogel behauptet, Personalcoach zu sein, bringt Ines vor ihren Kollegen in einige peinliche Situationen — aber die Verkleidung sorgt auch dafür, dass sie und ihr Vater sich annähern …


D / Ö 2016
BUCH & REGIE: Maren Ade
PRODUZENTEN: Janine Jackowski, Jonas Dornbach, Maren Ade (Komplizen Film), Michel Merkt (KNM)
KAMERA: Patrick Orth
SZENENBILD: Silke Fischer
KOSTÜMBILD: Gitti Fuchs
MASKE: Monika Münnich, Wiltrud Derschmidt
CASTING: Nina Haun
SCHNITT: Heike Parplies
TON: Patrick Veigel

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FR

30

JUL

Untitled

Mehr als zwei Jahre nach dem plötzlichen Tod von Michael Glawogger im April 2014 realisiert Monika Willi einen Film aus jenem Material, das während der vier Monate und 19 Tage dauernden Reise durch den Balkan, Italien, Nordwest- und Westafrika entstanden ist. Eine Reise durch die Welt, um zuzuhören, zu beobachten und zu erleben — mit aufmerksamen Augen, mutig und offen. Serendipity ist das Konzept dieses Films — vom Dreh bis zum Schnitt.
„Ich wollte die kraftvollen und poetischen Szenen so verdichten, dass aus dem gedrehten Material jenes vielgestaltige Porträt der Welt hervortritt, das der Monumentalität, die jedem menschlichen und tierischen Alltag innewohnt, gerecht wird.“ (MONIKA WILLI)

 

Ö 2017
REGIE: Michael Glawogger, Monika Willi
DREHBUCH: Michael Glawogger, Attila Boa, Monika Willi
PRODUZENTEN: Tommy Pridnig, Peter Wirthensohn
KAMERA: Attila Boa
SCHNITT: Monika Willi
MUSIK: Wolfgang Mitterer
TONGESTALTUNG: Tobias Fleig, Matz Müller, Erik Mischijew, Manuel Siebert
DEUTSCHE FASSUNG GESPROCHEN VON: Birgit Minichmayr
INTERNATIONALE FASSUNG GESPROCHEN VON: Fiona Shaw

 

SA

31

JUL

Vollgas

Beim „Vollgas geben“ mit Vodka, Bier und One-Night-Stands ist die Kellnerin Evi (Henriette Heinze) vorne mit dabei. Daneben gibt es noch ein anderes Leben zu bewältigen: Dann, wenn es hell wird, muss Tochter Paula (Philomena Wolfingseder) zur Schule gebracht werden, Ein annähernd normales Familiendasein aufrecht zu erhalten erfordert zusätzliche Kraft. Vollgas erzählt also auch, ganz unsentimental und konsequent, von den Bedingungen, unter denen Arbeit heute stattfindet: von Arbeitsverhältnissen auf Zeit, von der neuen „Flexibilität“. Das ist der Hintergrund, vor dem hier im Akkord ausgeschenkt wird - im Restaurant (morgens), auf der Piste (mittags), in der Disco (abends).
(ISABAELLA REICHER)

 

Ö 2001
REGIE & DREHBUCH: Sabine Derflinger
PRODUZENTEN: Heinz Stussak, Michael Seeber
KAMERA: Bernhard Pötscher
SCHNITT: Karina Ressler
MUSIK: Johannes Konecny

 

SO

1

AUG

Die fetten Jahre sind vorbei

Dass die Güter dieser Welt ungerecht verteilt sind, ist allen klar, wie das zu ändern ist hingegen nicht so ganz. Die Freunde Jan und Peter haben ihren eigenen Weg gefunden: Nachts brechen sie in Villen ein, nicht um zu klauen, sondern um das Mobiliar auf den Kopf zu stellen. Ihre hinterlassenen Botschaften lauten: „Die fetten Jahre sind vorbei“ oder „Sie haben zu viel Geld“ – unterzeichnet mit „Die Erziehungsberechtigten“. Jule, die eigentlich mit Peter liiert ist, und Jan verlieben sich ineinander. Im Überschwang der Gefühle steigen sie zu zweit in eine Villa ein und werden dabei vom Besitzer überrascht. Dafür haben die selbst ernannten Erziehungsberechtigten keinen Plan – und unversehens werden sie zu Entführern …

 

Ö 2004
REGIE: Hans Weingartner
DREHBUCH: Katharina Held, Hans Weingartner
PRODUZENTEN: Hans Weingartner, Antonin Svoboda
KAMERA: Matthias Schellenberg, Daniela Knapp
TON: Stefan Soltau
SCHNITT: Dirk Oetelshoven, Andreas Wodraschke
KOMPONIST: Andreas Wodraschke
PRODUKTIONSLEITUNG: Karsten Aurich

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