Im Fokus: Kunstpädagogische Primitivismen und Erika Giovanna Klien
Erika Giovanna Klien
Nach Abschluss ihres Studiums in Franz Čižeks Klasse für ornamentale Formenlehre an der Wiener Kunstgewerbeschule hospitierte Erika Giovanna Klien ab Herbst 1924 in dessen reformpädagogischer Jugendkunstklasse. In der Kreativität von Kindern erkannte sie eine „ursprüngliche“ Ausdruckskraft, die sie in der Folge auch für ihre eigene Kunst fruchtbar machte, indem sie einen gleichsam „infantilistischen“ Stil entwickelte. Nach der Übersiedlung in die USA wandelte sich dieser zu einer klaren, erzählerischen Bildsprache, in der sich Kliens Auseinandersetzung mit dem mexikanischen Muralismus und indigener Kunst zeigt. Kuratorin Verena Gamper spricht mit den Kunstvermittlerinnen und Forschenden Nora Landkammer und Andrea Hubin über die Konstruktion des „Primitiven“ und über Kolonialität in der Kunstpädagogik.
Die Teilnahme ist nur mit Veranstaltungsticket und gültigem Eintrittsticket möglich.
Für die Führung werden Silent Systems verwendet.