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Über das Neue

Junge Szenen in Wien

© Shutterstock

Was beschäftigt junge Künstlerinnen und Künstler, die in Wien leben und arbeiten? Welche Themen liegen in der Luft, welche Strategien setzen sie ein? Die Ausstellung Über das Neue. Junge Szenen in Wien versteht sich als aktueller Streifzug durch lokale Kunstszenen.

In Wien gibt es eine vielseitige und lebendige Praxis der Kunstproduktion und -präsentation. An den zahlreichen Ausstellungsorten und in den Ateliers scheint momentan alles möglich zu sein. Aber wie lässt sich diese Vielfalt in einer Ausstellung fassen? Über das Neue. Junge Szenen in Wien reflektiert die Lebendigkeit der Wiener Kunstszenen: Künstlerische und kuratorische Formate verbinden sich zu einem dynamischen Gefüge, das sich über die Dauer der Ausstellung verändert.

Zum einen geben Zusammenstellungen bereits vorhandener und neuer, für die Ausstellung geschaffener Werke Einblick in die Arbeitsweisen von 18 Künstlerinnen und Künstlern bis zum Alter von 35 Jahren. Zum anderen wurden zwölf Wiener Projekträume eingeladen, frei von Vorgaben je eine Präsentation zu konzipieren. Drei Räume innerhalb der Ausstellung werden gleichzeitig in einem Intervall von drei Wochen bespielt.

Die kuratorische Auswahl ist natürlich subjektiv und zwangsläufig unvollständig. Und Kategorien wie ‚jung‘ und ‚das Neue‘ sind sicher nicht unproblematisch. Dennoch haben die Kurator_innen versucht, die jungen Wiener Szenen, ihre Protagonistinnen und Protagonisten, Anliegen und Haltungen in ein Verhältnis zu ihren Ausdrucksformen zu bringen und damit dem ‚Neuen‘ nachzuspüren. In der Summe der einzelnen Ausstellungsteile werden Tendenzen deutlich: So spielen handwerkliche Fertigkeiten wieder eine größere Rolle als etwa postkonzeptuelle Strategien. Virtualität und digitale Bilder sind selbstverständlich Teil der künstlerischen Praxis – als Mittel zum Zweck oder auch als Gegenstand der Auseinandersetzung. Fragen zu Identität und Repräsentation sind ebenso präsent wie die Verhandlung des Körpers zwischen sozialer Interaktion und Selbstdisziplinierung. Und eine neue Nostalgie sowie ein Rückzug ins Private, ins Innere, in spirituelle und fantastische Weltentwürfe lassen sich als Antwort auf den Verlust von Utopien und Zukunftsperspektiven verstehen.
 
Mit Arbeiten von Sasha Auerbakh, Anna-Sophie Berger, Cäcilia Brown, Marc-Alexandre Dumoulin, Melanie Ebenhoch, Johannes Gierlinger, Birke Gorm, Maureen Kaegi, Barbara Kapusta, Angelika Loderer, Nana Mandl, Matthias Noggler, Lukas Posch, Lucia Elena Průša, Rosa Rendl & Lonely Boys, Marina Sula, Philipp Timischl und Edin Zenun.
 
Ausstellungen in der Ausstellung kuratiert von Bar du Bois, foundation, Gärtnergasse, GOMO, Kevin Space, MAUVE, new jörg, One Mess Gallery, PFERD, Pina, SORT und Ve.Sch
 
1. bis 17. März 2019

Bar du Bois
Andreas Harrer, Florian Pfaffenberger, Julian Turner

new jörg
Publications and editions (2013—2019)
Steffi Alte, Harald Anderle, Owen Armour, Abdul Sharif Baruwa, Christoph Bruckner, Karoline Dausien, Veronika Eberhart, Søren Engsted, Exo Exo, Manuel Gorkiewicz, Robbin Heyker, Martin Hotter, Paul Housley, Terese Kasalicky, John Kilduff, Axel Koschier, Diana Lambert, Lukás Machalický, Maria Meinild, Jakob Neulinger, Georg Petermichl, Stefan Reiterer, Nora Rekade, Florian Rossmanith, Ellen Schafer, Constanze Schweiger, Ditte Soria, Julian Turner

Ve.Sch
Inform
Anonym, Abdul Sharif Baruwa, Karoline Dausien, Nicole Haitzinger, Ludwig Kittinger, Anja Manfredi, Thea Moeller, Martin Vesely
 
22. März bis 7. April 2019

One Mess Gallery
Hätte ich doch lieber bei Amazon bestellt
Florian Botka, Bartosz Dolhun, Kasper Hesselbjerg, Lisa Jäger, Suzie Léger & Katarina Csanyiova, Xenia Lesniewski, Claudia Lomoschitz, Bert Löschner, Line Lyhne, Maitane Midby, Philipp Pess, Tobias Pilz, Julia Riederer, Christian Rothwangl

PFERD
Über das Neue
Bildstein | Glatz, Melanie Ender, Jonas Feferle, Michael Gülzow, Simon Iurino, Eric Kläring, Jürgen Kleft, William Knaack, Axel Koschier, Magdalena Kreinecker, Matthias Krinzinger, Claudia Larcher, Sophia Mairer, Andreas Müller, Lukas Matuschek, Noële Ody, Vika Prokopaviciute, Jörg Reissner, Stefan Reiterer, Leander Schönweger, SOYBOT, Laura Wagner, Angelika Wischermann, Alexander Jackson Wyatt

SORT
Framers (idle hands)
Agnieszka Baginska, Juliane Bischoff, Martin Chramosta, Julia Grillmayr, Bob Schatzi Hausmann, Helmut Heiss, Nima Heschmat, Maruša Höglinger, Andrea Jäger, Lisa Kainz, Sebastian Klingovsky, Kluckyland, Sophia Mairer, Familie Schmidt-Martinussen, Iwona Ornatowska-Semkowicz, Bianca Phos, Martyn Reynolds, Yves-Michele Saß, Anna Schachinger, Paulina Semkowicz, Lena Sieder-Semlitsch, Sophie Tappeiner, Lukas Thaler
 
12. bis 28. April 2019

Gärtnergasse
Kinobag
Ale de la Puente, Luzie Meyer, Nathalie Koger, Nadia Perlov, Laure Prouvost, Niclas Riepshoff, Vladimir Vulević, Nina Zeljković

GOMO
the boy tumbled off a chair, he did not hurt himself
Nicoleta Auersperg, Gabriele Edlbauer, Maria Grün, Lore Heuermann, Laura Hinrichsmeyer, Nika Kupyrova, Mara Novak, Maša Stanić, Dorothea Trappel

Kevin Space
WAGES FOR WAGES AGAINST
Ramaya Tegegne
 
3. Mai bis 2. Juni 2019

foundation
Vertrau mir
Kareem Lotfy, Evelyn Plaschg, Fabio Santacroce, Anne Schmidt
Zweiter Ausstellungsteil, 1. bis 31. Mai 2019:
foundation, Hainburger Straße 47/1, 1030 Wien
Eröffnung: 30. April 2019 / Finissage: 31. Mai 2019

MAUVE
Hanging of Traitors in Effigie (Part 1)
Titania Seidl, Lukas Thaler, Laura Yuile

Pina
Pina im Belvedere 21
Performances von
Ivan Cheng, Christiane Heidrich, Iku, Evelyn Plaschg & Marielena Stark, Julius Pristauz, Daniel Rajcsanyi & Nils Amadeus Lange (school)

Kuratiert von Severin Dünser und Luisa Ziaja.

#JungeSzenen

Belvedere 21

Öffnungszeiten
Mittwoch bis Sonntag
11 bis 18 Uhr
Lange Abende: Mittwoch und Freitag
bis 21 Uhr
Adresse

Belvedere 21
Arsenalstraße 1
1030 Wien
Österreich

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