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Johanna Kandl

Material. Womit gemalt wird und warum

Privatbesitz Johanna Kandl © H&J. Kandl, 2018

Bilder erzählen Geschichten. Sie tun dies über Form und Inhalt, aber auch über ihre Materialität. Die verwendeten Mal- und Farbmittel, ihre Herkunft und die Art ihrer Gewinnung vermitteln parallel zum Bildsujet oft spannende Inhalte. Die österreichische Künstlerin Johanna Kandl widmet sich dieser Inhaltsebene, indem sie ihre eigenen Werke mit zahlreichen Gemälden aus der Sammlung des Belvedere sowie mit in der Malerei verwendeten Grundstoffen in Beziehung setzt.

 

Kuratorische Assistenz: Miroslav Halak


#JohannaKandl

Unteres Belvedere

Öffnungszeiten
Täglich
10 bis 18 Uhr
Freitag
bis 21 Uhr
Adresse

Unteres Belvedere
Rennweg 6
1030 Wien
Österreich

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© H.& J. Kandl, 2018

Johanna Kandl beschäftigt sich in dieser Ausstellung mit der substanziellen Seite der Kunstwerke. Ihr geht es dabei nicht um reine Materialkunde, sondern um das Aufzeigen aktueller Fragestellungen, in der Wissenschaft seit einigen Jahren als „Material Turn“ (Wende zum Material) bezeichnet. Die Neuaufwertung des Analog-Stofflichen ist als Paradigmenwechsel im Zeitalter der Digitalisierung zu sehen.Dieser Forschungsansatz analysiert den Stellenwert von Material in der Gesellschaft. Kandl recherchiert diesbezüglich seit einigen Jahren und reist zu den jeweiligen Herkunftsorten, zum Beispiel auf die Insel Hormus, in den Sudan, nach Sumatra oder auch in die Slowakei. So werden beispielsweise anhand von harz- und gummigebenden Pflanzen (Gummi arabicum, etwa im Sudan) Themen wie wirtschaftliche Nachhaltigkeit für die Bewohner_innen der betroffenen Region angesprochen. Im Zusammenhang mit Pigmenten werden wiederum problematische Auswirkungen des Bergbaus auf die Umwelt und Konflikte zwischen Aktivisten und globalen Abbaufirmen thematisiert.
Werke aus der Sammlung des Belvedere und Arbeiten der Künstlerin – Gemälde, Fotos und Filmbeiträge – interagieren mit Mineralien, Pigmentproben, Präparaten und Archivalien. So entsteht ein Narrativ, das zwischen sachlicher Dokumentation und persönlicher Fiktion oszilliert. Johanna Kandl bringt in die Ausstellung nicht nur ihren distanziert-wissenschaftlichen Blick ein, sondern auch die emotional-persönliche Verbundenheit, die sich von ihrer Herkunft aus einer Familie von Farberzeugern und -händlern und ihrer Ausbildung zur Restauratorin herleitet. Gemeinsam mit ihrem Mann Helmut Kandl geht sie den Geschichten hinter diesen Stoffen nach und deckt dabei auch akute gesellschaftliche Fragen auf. 

Inhalt 3

Inhalt 4

 

Videos

 

 

Inhalt 4

 

 

 

Inhalt 4

 

Ausgestellte Kunstwerke

 

 

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