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Stellprobe
Sammlungszugänge der letzten Dekade in einem Display von Heimo Zobernig
Mehr als 150 Kunstwerke versammeln sich im Belvedere 21 zu einer Stellprobe, einer versuchsweisen, intuitiven Aufstellung. Die groß angelegte Schau, die Erdgeschoss, Obergeschoss, Blickle Kino und Garten des Hauses bespielt, ist den Erwerbungen und Schenkungen der letzten zehn Jahre gewidmet: Bilanz, Einblick in die Sammlungsstrategie und temporärer Entwurf eines möglichen zukünftigen Museums.
Kuratiert von Stella Rollig und Luisa Ziaja.
Assistenzkuratorinnen: Johanna Hofer und Katarina Lozo
In Kooperation mit
Zur Ausstellung
Das Sammeln ist Kernaufgabe und identitätsbildend für jedes Museum. Orientiert am Profil des Belvedere, österreichische Kunst im internationalen Kontext zu zeigen, und der Programmatik, die unter anderem eine Neuperspektivierung der Kunstgeschichte anstrebt, werden die Bestände aller Epochen ergänzt und erweitert. Die Präsentation umfasst mittelalterliche Altarflügel aus dem 15. Jahrhundert und historische Werke späterer Epochen bis zur zeitgenössischen Kunst, dem am stärksten wachsenden Sammlungsbereich. Schwerpunkte wurden auf die Präsenz von Künstlerinnen des 19. und frühen 20. Jahrhunderts sowie auf andere bislang unterrepräsentierte Positionen gelegt. Zu letzteren zählen etwa Vertreterinnen der Feministischen Avantgarde oder Arbeiten von Künstler*innen, die migrantische Erfahrungen thematisieren. So vielfältig wie die Entstehungszeiten der Werke sind die repräsentierten Medien: Von Gemälden über Skulpturen, Zeichnungen, Bewegtbilder, Textil, Porzellan bis zu akustischen Installationen spannt sich der Bogen einer Ausstellung, die zugleich fragmentarische Momentaufnahme einer Museumssammlung ist wie auch ein Bekenntnis zum Wert von Kunstwerken, zu deren Erhalt über Generationen sich das Museum verpflichtet fühlt.