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Cézanne, Monet, Renoir
Französischer Impressionismus aus dem Museum Langmatt
Mit der Präsentation von ausgewählten Werken aus der Sammlung des Museum Langmatt zeigt das Belvedere eine der frühesten und zugleich umfangreichsten privaten Sammlungen des französischen Impressionismus in der Schweiz.
Kuratiert von Alexander Klee.
In Kooperation mit
Zur Ausstellung
Die Jugendstilvilla Langmatt war nicht nur Wohnsitz von Jenny und Sidney Brown, sondern auch Ort gelebter privater Kunstleidenschaft. Die vom Ehepaar Brown ab etwa 1907 verstärkte Sammeltätigkeit mit Schwerpunkt auf französische Kunst beginnt mit dem Erwerb eines Ölbildes von Paul Cézanne, eines Gemäldes von Claude Monet und Bildern u.a. von Mary Cassatt, Camille Pissarro und Auguste Renoir. Besonderes Interesse widmen die Browns dem Künstler Pierre-Auguste Renoir, der mit einem umfangreichen Konvolut an Gemälden in der Sammlung vertreten ist. Die besondere Qualität der Sammlung spiegelt sich auch in der Gruppe von herausragenden Werken Camille Corots wider.
Systematisch erwerben Jenny und Sidney Brown über viele Jahre hinweg eine zwar dem persönlichen Geschmack entsprechende, in ihrer Breite jedoch repräsentative Sammlung französischer impressionistischer Kunst und ihrer Vorläufer. Die Sammeltätigkeit zeigt nicht nur die private Leidenschaft des Ehepaares, sondern muss auch im Kontext der Neuorientierung und Modernisierung des Selbstbildes des schweizerischen industriellen Großbürgertums gesehen werden.
Das Museum Langmatt
Jenny und Sidney Brown beauftragen 1899 den Schweizer Architekten Karl Moser mit der Errichtung einer Villa auf der „Langmatt“ genannten Fläche oberhalb des Flusses Limmat in Baden bei Zürich. Der prächtige Jugendstilbau inmitten einer parkartigen Gartenanlage wird zum Wohnsitz der Familie mit den drei Söhnen Sidney Hamlet (1898–1970), John Alfred (1900–1987) und Harry Frank (1905–1972). 1979 vermacht John Alfred die Villa samt Kunstsammlung der Stadt Baden mit der Auflage, das Ensemble als Museum zu erhalten. Nach seinem Tod wird das Anwesen adaptiert, seit 1990 ist es als Museum Langmatt der Öffentlichkeit zugänglich.
Zeitgleich zur Entstehung der Sammlung Langmatt werden auch für die Moderne Galerie in Wien – das heutige Belvedere – impressionistische Werke angekauft, die zum Kernbestand des Museums zählen.