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Josef Ignaz Mildorfer. Rebell des Barock

IM BLICK

Josef Ignaz Mildorfer, Die Heilige Dreifaltigkeit mit den Heiligen Rochus, Florian, Sebastian und Johannes von Nepomuk, um 1755, Öl auf Leinwand, Belvedere, Wien © Belvedere, Wien, Foto: Johannes Stoll

Anlässlich des 300. Geburtstages des Malers und Freskanten Josef Ignaz Mildorfer (1719–75) würdigt das Belvedere den Künstler im Herbst 2019 mit einer Ausstellung in der Reihe IM BLICK. Der gebürtige Tiroler erhält damit in seinem Jubiläumsjahr seine erste monografische Einzelpräsentation.

In der Mitte des 18. Jahrhunderts, von 1751 bis 1759, wirkte Mildorfer als Professor für Malerei an der Wiener Kunstakademie. Zu dieser Zeit studierten dort Künstler wie der wenige Jahre jüngere Franz Anton Maulbertsch (1724–96). Durch seine Lehrtätigkeit trug Mildorfer entscheidend zur Herausbildung des ausdrucksstarken, sogenannten „Wiener Akademiestils“ bei. Werke von Künstlern aus diesem Kontext gehören zum Kernbestand der Barocksammlung des Belvedere.

 

Kuratiert von Maike Hohn.

 

#BelvedereInsight

Oberes Belvedere

Öffnungszeiten
Täglich
9 bis 18 Uhr
Freitag
bis 21 Uhr
Adresse

Oberes Belvedere
Prinz Eugen-Straße 27
1030 Wien
Österreich

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Ausgestellte Kunstwerke

 

 

Zum Künstler

 

 

Zu den prominesten Auftraggebern Mildorfers zählte das Kaiserpaar Maria Theresia (1717–80) und Franz I. Stephan (1708–65), das den Künstler ab dem Ende der 1740er-Jahre mehrfach beschäftigte. Mildorfers Fresken im Menageriepavillon in Schönbrunn und in der Kapuzinergruft haben sich bis heute erhalten. Eine weitere wichtige Mäzenin war Herzogin Maria Theresia Felicitas von Savoyen (1694–1772), geb. Liechtenstein. Sie war mit dem Neffen Prinz Eugens (1663–1736) verheiratet und nahm Mildorfer etwa zur selben Zeit wie das Herrscherpaar in den Dienst. Außer für aristokratische Auftraggeber – in Ungarn waren dies u. a. die Esterházys – arbeitete Mildorfer auch für Stifte und Kirchen sowie für eine neue Käuferschicht: das sich herausbildende Bürgertum.
In früheren Jahren, weit vor seinen Ämtern als savoyisch-liechtensteinischer Hofmaler und Akademieprofessor, erprobte sich Mildorfer im Genre der Schlachtenmalerei. Darin griff er die Ereignisse des damals wütenden Österreichischen Erbfolgekrieges (1740–48) auf. Die Ausstellung stellt den Künstler mit diesen seltenen Schlachtenbildern, mit ausgewählten Aufträgen in und um Wien sowie mit Werken aus dem Umfeld seiner Zeit an der Akademie vor.

Inhalt 3

Inhalt 4

 

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