Frühling im Belvedere
6 Dinge, die Sie nicht verpassen sollten
Wenn im Belvedere die ersten Frühblüher die barocken Gärten färben, beginnt eine der schönsten Zeiten für einen Besuch. Die Temperaturen werden milder und die Sonnenstunden zahlreicher – höchste Zeit den Winterschlaf zu beenden und sich wieder in die Welt hinauszuwagen.
Hier sind sechs gute Gründe, weshalb das Belvedere die perfekte Destination für einen Frühlingstag in Wien ist.
Lisa Ebner-Kollmann
Belvedere, Wien
1. Durch die barocken Gärten spazieren, wenn der Frühling beginnt
Das Belvedere besticht nicht nur mit Kunst und Architektur, sondern ist darüber hinaus von einer der schönsten barocken Gartenanlagen Wiens umgeben. Mit den ersten warmen Tagen zeigt sich der Schlosspark von seiner schönsten Seite: Frühblüher setzen Farbakzente, das Grün kehrt zurück, und die barocken Achsen öffnen den Blick in die Weite. Ein frühmorgendlicher Spaziergang zwischen Oberem und Unterem Belvedere gehört jetzt zu den stimmungsvollsten Wegen der Stadt.
2. Den Canaletto-Blick vom Oberen Belvedere genießen
Oben angekommen lohnt es sich, kurz innezuhalten: Vom Oberen Belvedere aus eröffnet sich der berühmte Canaletto-Blick über die Gartenanlage bis zur Wiener Innenstadt. Diese Perspektive fasziniert seit dem 18. Jahrhundert, als der Venezianische Maler Bernardo Bellotto, genannt Canaletto, das Wiener Stadtbild im Gemälde „Wien, vom Belvedere aus gesehen“ verewigte. Der Ausblick hat bis heute nichts von seiner Wirkung verloren.
3. Klimts „Kuss“ (neu) entdecken – ohne Hochsaison-Trubel
Der Frühling ist der ideale Moment für einen Besuch im Oberen Belvedere: Noch bevor die großen Besucherströme einsetzen, lässt sich das Schloss besonders gut erkunden. Auch das ikonische Werk „Der Kuss“ von Gustav Klimt lässt sich in vergleichsweise ruhiger Atmosphäre erleben. Wer genauer hinsieht, entdeckt dabei immer wieder neue Details.
TIPP: Für noch mehr Ruhe empfiehlt es sich früher aufzustehen und einen der ersten Timeslots des Tages zu buchen.
4. Mit Kindern das Fantastic Palastics Garden Game erkunden
Wer mit Kind und Kegel unterwegs ist, ist im Belvedere genau richtig. Wie wäre es zum Beispiel mit einer aktiven Pause an der frischen Luft?
Mit dem Augmented-Reality-Game The Fantastic Palastics wird der Schlosspark selbst zum Spielfeld. Der interaktive Parcours lädt dazu ein, gemeinsam unterwegs zu sein, Fragen zu stellen und die Umgebung mit anderen Augen zu sehen.
5. Das Untere Belvedere als spannende Alternative entdecken
Während zunehmend mehr Besucher*innen ins Obere Belvedere strömen, findet man im Unteren Belvedere eine entspanntere Atmosphäre und oft überraschende Ausstellungen. Abseits der großen Sammlungs-Highlights eröffnet sich hier ein anderer Zugang zur Sammlung und zur Geschichte des Ortes. Vor allem unter der Woche kann man hier in Ruhe durch die Ausstellungsräume flanieren.
Aktuell bietet sich im Unteren Belvedere zudem die Möglichkeit auch indoor einen Blick auf die Natur zu erhaschen und dabei eine ganz andere Seite des Biedermeier-Künstlers Ferdinand Georg Waldmüller kennenlernen. In der Ausstellung „Nach der Natur gemalt“ steht die Landschaftsmalerei im Fokus und macht mit farbintensiven Wienerwaldbildern und Ansichten des Salzkammerguts Lust auf den nächsten Tagesausflug.
6. Einen Perspektivwechsel im Belvedere 21 erleben
Und wer den Blick noch weiter öffnen möchte, wechselt ins Belvedere 21: In einem klaren, modernen Ausstellungsraum zeigt sich hier Kunst aus der Gegenwart – ein bewusster Kontrast zum barocken Ensemble und eine Einladung, den Besuch um neue Perspektiven zu erweitern. Starke zeit- und gesellschaftskritische Positionen regen zum Nach- und Weiterdenken an, und liefern Stoff für anregende Gespräche.
TIPP: Das Belvedere 21 hat mit der "Lucy Bar" den perfekten Ort, um sich im Anschluss noch bei einem Getränk im Gastgarten auszutauschen.